Umfrage: Belgier wollen wieder Rente ab 65

Eine übergroße Mehrheit der Belgier ist für eine Wiederabsenkung des Rentenalters auf 65 Jahre. Das geht aus dem neuen Politbarometer von RTBF, VRT, La Libre Belgique und De Standaard hervor.

Office national des pensions

Bild: Siska Gremmelprez/Belga

In anderen gesellschaftspolitischen Fragen wie etwa die über eine mögliche Einführung einer Kerosinsteuer sind die Befragten dagegen eher geteilter Meinung. Die vollständigen Ergebnisse, insbesondere in Bezug auf die konkreten Wahlabsichten der Belgier, werden aber erst Mittwoch erscheinen.

Das neue Politbarometer hat nicht nur die sogenannte Sonntagsfrage gestellt, sondern auch die Meinung der Bürger zu einigen aktuellen gesellschaftspolitischen Themen abgefragt.

Eine bemerkenswerte Antwort gab es zum Thema Rente: Eine klare Mehrheit der Belgier ist demnach dafür, das Renteneintrittsalter wieder auf 65 Jahre abzusenken. Und das gleichermaßen in allen drei Regionen des Landes: Drei Viertel der Flamen und sogar acht von zehn Wallonen plädieren dafür, die Rentenreform der Regierung Michel rückgängig zu machen.

Vor vier Jahren hatte die Mitte-Links-Koalition ja erst beschlossen, das Rentenalter auf 67 anzuheben.

Andere Frage: Sind sie für die Einführung einer Kerosinsteuer? Da ergibt sich nicht so ein klares Bild, sondern kann man, im Gegenteil, von einer deutlichen Polarisierung sprechen: In der Wallonie ist knapp die Hälfte der Befragten gegen die Einführung einer Abgabe auf Flugbenzin – dafür sind nur vier von zehn Frankophonen.

In Flandern ist knapp die Hälfte der Befragten auch gegen ein Verbot von Kurzstreckenflügen. Ein ähnliches Bild zeigt sich, wenn es um die Thematik Firmenwagen geht. Wieder ist knapp die Hälfte der Befragten gegen eine Abschaffung des Systems.

Roger Pint

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