Proximus-Chefin betont Unabhängigkeit ihres Betriebs von der Regierung

Die Proximus-Chefin Dominique Leroy hat am Donnerstagabend in einer Medienoffensive sowohl im Fernsehen der RTBF als auch der VRT die Pläne verteidigt, bis zu 1.900 Stellen in den kommenden drei Jahren abzubauen. Leroy betonte außerdem, dass Proximus trotz einer Mehrheitsbeteiligung des Staates nach den Regeln eines privatwirtschaftlich organisierten Unternehmens handeln kann.

Dominique Leroy

Dominique Leroy (Archivbild: Virginie Lefour/Belga)

„Wir werden uns nicht mit der Regierung absprechen. Wir sind ein unabhängiger öffentlicher Betrieb“, sagte Dominique Leroy am Donnerstagabend bei der VRT-Sendung „Terzake“. In so einem öffentlichen Betrieb gebe es Strukturen wie zum Beispiel die Gewerkschaften und den Aufsichtsrat. Zusammen mit ihnen werde man die Pläne jetzt diskutieren und schauen, wie sie umgesetzt werden können. Nicht mit Politikern.

Dass diese Pläne jetzt hohe Wellen schlagen und für Aufregung und Unsicherheit bei den Mitarbeitern sorgen, versteht Leroy angeblich sehr gut. Eigentlich habe Proximus erst in der kommenden Woche selbst über die möglichen Entlassungen kommunizieren wollen. Aber es habe wohl ein Leck gegeben, so dass die Presse schon diese Woche gegen den Willen von Proximus über die Pläne berichtet hat.

Leroy bedauerte am Donnerstag diese fehlgelaufene Information. „Wir haben auch unsere Entschuldigung angeboten“, sagte sie. An der Notwendigkeit der Umstrukturierung und der geplanten Stellenstreichung ändere das jedoch nichts.

Am Montag wird Premierminister Charles Michel Gewerkschaftsvertreter von Proximus empfangen. Das hat Arbeitsminister Kris Peeters bestätigt. Bereits am Mittwoch war der Premier mit der Geschäftsführung von Proximus zusammengetroffen.

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belga/rtbf/kw/est

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