Verspätung am ersten Tag des Prozesses zum Anschlag auf das Jüdische Museum

In Brüssel hat der Geschworenenprozess um den Anschlag auf das Jüdische Museum im Mai 2014 begonnen - allerdings mit Verspätung.

Mehdi Nemmouche vor Gericht in Brüssel (Bild: Benoit Peyrucq/AFP)

Mehdi Nemmouche vor Gericht in Brüssel (Bild: Benoit Peyrucq/AFP)

Eine Geschworene war nicht erschienen und musste ersetzt werden. Außerdem fordert die Verteidigung des Hauptverdächtigen, dass eine französische Vereinigung von Terroropfern nicht als Zivilpartei an dem Prozess teilnimmt. Die Vereinigung sei in diesem Fall nicht betroffen.

Der Richter hat entschieden, dass es zu früh ist, in dieser Frage einen Entschluss zu treffen. Die Vereinigung darf dem Prozess vorerst beiwohnen. Nun wird die 195 Seiten starke Akte verlesen. Dafür sind zwei Tage angesetzt.

Dem Hauptverdächtigen Mehdi Nemmouche und seinem mutmaßlichen Komplizen wird vorgeworfen, damals im Jüdischen Museum in Brüssel vier Menschen erschossen zu haben. Der 33-jährige Franzose bestreitet die Tat. Nemmouche soll nach Erkenntnissen der Ermittler zuvor in Syrien gekämpft haben.

Die Befragung der Hauptverdächtigen soll nächsten Dienstag beginnen. Im Laufe des Prozesses werden bis zu 200 Zeugen angehört werden.

Es war der erste Anschlag in Europa, der der Terrorgruppe Islamischer Staat angelastet wird. Zum Prozessauftakt am Donnerstag sind rund 800 Journalisten angereist. Ein Urteil wird für Anfang März erwartet.

Anschlag im Jüdischen Museum wirkt bis heute nach

vrt/belga/rtbf/jp/km

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