„Gilets Jaunes“ blockieren Autobahn – Provinzgouverneur beruft Krisensitzung ein

Nach der Blockade der Autobahn E19 bei Feluy durch die Bürgerbewegung "Gilets Jaunes" hat der Gouverneur der Provinz Hennegau eine provinziale Krisenprozedur eingeleitet.

Gelbwesten an der belgisch-französischen Grenze

Bild: François Lo Presti/AFP

In Mons kamen Vertreter der Polizei, der Feuerwehr, des Zivilschutzes, der Notdienste und der Militärführung von Hennegau zusammen.

Ziel sei es, die Lage vor Ort zu besprechen und Maßnahmen zu ergreifen, um die Blockade aufzulösen, sagte ein Provinzsprecher.

Durch die Sperrung ist es zu erheblichen Verkehrsproblemen gekommen. Mitglieder der Bürgerbewegung „Gilets Jaunes“ („Gelbwesten“) hatten Dienstagmorgen die Autobahn E19 bei Feluy blockiert. Nach RTBF-Angaben wurden zu dem Zweck entwurzelte Bäume auf die Fahrbahn gelegt.

Auch soll es zu Spannungen mit LKW-Fahrern gekommen sein, die die Protestler nicht durchlassen wollten. Offenbar wurden Steine auf die Lastwagen geworfen, die versuchten, die Blockade zu durchbrechen. Ein Tanklastwagen wurde in Brand gesetzt und zerstört.

In Wandre und Sclessin bei Lüttich sind die Demonstranten inzwischen abgezogen. Gerichtsvollzieher hatten mit Zwangsgeldern gedroht, sollten die Blockaden nicht aufgehoben werden.

rtbf/cd