Serbische Familie flüchtet aus offenem Zentrum und wird wieder aufgegriffen

Die untergetauchte serbische Familie, die ausgewiesen werden soll, ist aufgefunden und wieder ins geschlossen Auffangzentrum von Steenokkerzeel gebracht worden.

Das geschlossene Zentrum 127bis in Steenokkerzeel

Das geschlossene Zentrum 127bis in Steenokkerzeel (Bild: Kristof Van Accom/BELGA)

Asylstaatssekretär Theo Francken (N-VA) bestätigte einen entsprechenden Pressebericht.

Schon Mitte August waren die Frau und ihre vier Kinder in dem geschlossenen Zentrum untergebracht worden, um von dort nach Serbien abgeschoben zu werden. Weil gesetzliche Fristen verstrichen, wurden sie am Montag in eine offene Unterkunft gebracht. Von dort flohen sie in der Nacht zum Freitag.

Die Mutter hatte mehrfach versucht, ein Bleiberecht in Belgien zu erreichen. Zuletzt hatte das sechsjährige Kind der Familie einen Antrag auf Asyl gestellt. Die Familie soll in den nächsten zwei Wochen abgeschoben werden.

Jambon fordert Anpassung der Gesetzgebung

Innenminister Jan Jambon setzt sich für eine Anpassung der Gesetzgebung ein, damit Familien länger in geschlossenen Zentren untergebracht werden können oder dass die Abschiebe-Verfahren beschleunigt werden.

Nach dem Willen des Ausländeramtes soll die Familie wieder in das geschlossene Auffangzentrum von Steenokkerzeel gebracht werden.

Proteste gegen Einweisung von Familien in geschlossene Zentren

In Brüssel und anderen Städten demonstrieren am Freitagabend Mitglieder der Organisation „#Notinmyname“ gegen die Unterbringung von Kindern in geschlossenen Zentren.

Anlass ist das Schicksal der serbischen Familie, die ausgewiesen werden soll und die zeitweise in das Auffangzentrum von Steenokkerzeel untergebracht war.

belga/rtbf/vrt/est/jp

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