Angebotsfrist für F-16-Ersatz läuft aus

Mit dem Ende der Angebotsfrist tritt das Auswahlverfahren für die neuen belgischen Kampfjets am Mittwoch in eine neue Phase ein. Offiziell haben sich Lockheed Martin und das Eurofighter-Konsortium beworben. Darüber hinaus liegt auch noch ein Angebot von Dassault vor. Die Regierung muss jetzt die verschiedenen Angebote prüfen.

Die F35 von Lockheed Martin gilt als Favorit

Die F35 von Lockheed Martin gilt als Favorit (Bild: RoslanRahman/AFP)

Die F-35, der Eurofighter, oder doch am Ende die Rafale? Die Regierung wird sehr bald über die Erneuerung der Luftflotte entscheiden müssen. 34 neue Kampfjets sollen angekauft werden, mit einem Gesamtvolumen von rund vier Milliarden Euro.

Offiziell hat Belgien die Wahl zwischen zwei Modellen: der F-35 des amerikanischen Rüstungskonzerns Lockheed Martin und dem Typhoon des europäischen Eurofighter-Konsortiums.

Der französische Dassault-Konzern hatte sich dagegen offensichtlich für die Hintertüre entschieden. Offiziell hat sich das Unternehmen nicht mit seiner Rafale beworben. Stattdessen war aber der große Dassault-Chef Eric Trappier am Dienstag in Brüssel, um für eine „strategische Partnerschaft“ zwischen Frankreich und Belgien zu werben.

Was die drei Angebote verbindet, ist die Aussicht auf zum Teil lukrative wirtschaftliche Kompensationen. Alle Hersteller versprechen, in den Standort Belgien zu investieren und Arbeitsplätze zu schaffen. Von Gegenleistungen in einem Gegenwert von bis zu 20 Milliarden Euro ist die Rede, verteilt auf 40 Jahre, die geschätzte Lebensdauer der neuen Flugzeuge.

Die F-35 gilt als Favorit. Es muss aber noch geprüft werden, inwieweit das französische Angebot überhaupt berücksichtigt werden kann. Anscheinend will sich die Regierung im Juli aussprechen.

Roger Pint

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