Aufräumarbeiten nach dem Sturm schreiten voran

Züge und Flugzeuge weisen keine Verspätungen mehr auf, lediglich im Raum Ciney sind mehrere Gemeinden noch ohne Strom.

Der eingestürzte Kirchturm von Ciney

Der eingestürzte Kirchturm von Ciney

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Nach den Unwetterschäden dauern in weiten Teilen des Landes die Aufräumarbeiten weiter an. Feuerwehr und Zivilschutz haben alle Hände voll zu tun, umgestürzte Bäume und Elektrizitätsmasten von den Straßen zu räumen.

Besonders schwer getroffen ist die Gegend um Leuven, Diest und Tienen. Dort braucht die Feuerwehr die Unterstützung von freiwilligen Helfern, um Dächer zu reparieren und Bäume von Straßen und geparkten Autos zu entfernen.

In der Wallonie wurde vor allem Ciney von dem Unwetter heimgesucht. Dort stürzte der Turm der alten Stiftskirche ein. 180 Häuser wurden teils schwer beschädigt.

In Dinant sind immer noch 7.500 Menschen von der Stromversorgung abgeschnitten.

Schwere Unwetter treffen Belgien – Mehrere Verletzte

Anders als in weiten Teilen des Landes hat die Sturm- und Gewitterfront gestern in Ostbelgien nur wenig Schaden angerichtet.

In Manderfeld hat ein Baum ein Dach schwer beschädigt. Die Feuerwehr von Büllingen musste einige Straßen von Bäumen befreien. In Andler wurde das Dach von einem landwirtschaftlichen Betrieb zum Teil abgedeckt.

In der Provinz Luxemburg hielt sich der Schaden weitgehend in Grenzen. In Bertrix sind rund 40 Bäume auf Straßen gestürzt. In Bouillon wurde ein Mann von einem Baum in seinem Auto eingeklemmt.

In der Provinz Limburg musste die Polizei nach Blitzeinschlägen zwei Wohnungsbrände löschen. Auf der Autobahn E313 wurde eine Fahrbahn gesperrt, nachdem ein Baum auf die Straße gefallen war.

Sturmschaden bei Kernkraftwerk

Der Sturm hat in der Gemeinde Tihange drei Strommasten geknickt, darunter einen Hochspannungsmast auf dem Gelände des Kernkraftwerks. Der Sprecher des AKWs sagte am Mittag, der Schaden am Mast beeinträchtige in keinster Weise die Stromproduktion.

Elia, die Eigentümerin des Hochspannungsnetzes, hat heute über Tihange einen Hubschrauber fliegen lassen, um den Schaden aus der Luft zu begutachten. Im Anschluss daran ließ die Firma verlauten, vordringlich müssten die Stromkabel der beiden anderen Masten gesichert werden, die das Straßennetz gefährden. Der Strommast auf dem AKW-Gelände sei nicht gefährdet, er werde in einer zweiten Phase repariert.

Von Seiten von Tecteo, der Eigentümerin des Stromnetzes, verlautete, vor Ablauf des Tages würden die Bürger im Raum Huy wieder über Strom verfügen, wann genau, sei schwer zu sagen.

b/sh

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