Kampfflugzeuge: Dassault und Eurofighter überraschen mit Kooperationsvorschlägen

Kurz bevor die Frist zur Einreichung der Angebote ausläuft, überschlagen sich beim Kaufprozess von neuen Kampfflugzeugen für die belgische Luftwaffe die Ereignisse

Eurofighter

Dassault zieht seine „Rafale“ aus der reinen Kauf-Ausschreibung zurück, und legt stattdessen ein weiter gefasstes Angebot vor. Es umfasst eine industrielle und technische Kooperation. Der französische Hersteller verweist dabei auf seine neun Filialen in Belgien mit 3.000 Beschäftigten. Eine solche Vertiefung der Kooperation würde zudem den europäischen Verteidigungsgedanken stärken.

Verteidigungsminister Steven Vandeput sagte dazu bei der VRT, dieser Vorschlag müsse erst juristisch geprüft werden. Vandeput wies auch die Darstellung zurück, die Ausschreibung sei auf die F35 des amerikanischen Herstellers Lockheed Martin zugeschnitten und dass sich deswegen auch Boeing und Saab zurückgezogen hätten.

Vandeput erklärte weiter, in der eigentlichen Ausschreibung befänden sich jetzt noch der Eurofighter Tyfoon und der F35. Der F35 unterscheidet sich von seinen Konkurrenten vor allem dadurch, dass er als Tarnkappenbomber gilt, als für ein gegnerisches Radar schwer oder unerreichbar.

Am Freitagnachmittag überraschte auch Großbritannien mit einer „globalen Partnerschaft“, sollte Belgien sich für den Typhoon-Jet von Eurofighter entscheiden. In dem Fall sollten zwei Produktionsstätten in Belgien – eines in Flandern und eines in Wallonien – entstehen, sagte die britische Botschafterin in Brüssel.

belga/libre/fs - Illustrationsbild: Eric Lalmand/BELGA

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