Hinweise auf Kannibalismus bei Neandertalern in Höhle von Goyet gefunden

Belgische Forscher haben in der Höhle von Goyet bei Namur eindeutige Hinweise auf Kannibalismus bei Neandertalern gefunden. Die Ergebnisse einer Studie, die von der Zeitschrift "Nature" veröffentlicht wird, wurde am Montag in Brüssel im Jubelparkmuseum vorgestellt.

Zwei Neandertaler (Rheinisches Landesmuseum Bonn)

Waren die Neandertaler Kannibalen? (Skulpturen aus dem Rheinischen Landesmuseum Bonn)

Die Paläonthologen des Kgl. Belgischen Naturkunde-Instituts untersuchten dafür fast 100 Hinterlassenschaften von Neandertalern, die in den letzten hundert Jahren in den Höhlen bei Namur gefunden worden waren. Nach Meinung der Forscher handelt es sich um die ersten Kannibalismus-Hinweise in Nord-Europa.

Auch in Ausgrabungsstätten in Süd-Frankreich und Spanien hatte es in der Vergangenheit Hinweise auf Kannibalismus unter den Neandertalen gegeben.

Dass es diese Spezies überhaupt gab, kam erst vor 150 Jahren ans Licht, als bei Mettmann im Neandertal ein Schädel des Urzeitmenschen gefunden wurde.

belga/rkr - Illustrationsbild: Jörg Carstensen/DPA

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