Waffenexporte nach Saudi-Arabien steigen

Die Wallonie hat noch nie so viele Waffen nach Saudi-Arabien exportiert wie im vergangenen Jahr. Das berichtet die Zeitung Le Soir. Demnach machen die Waffenverkäufe an die Golf-Monarchie rund 60 Prozent des Gesamtumsatzes der wallonischen Waffenindustrie aus.

Waffen aus der Waffenschmiede FN Herstal auf einer Expo in London

Waffen aus der Waffenschmiede FN Herstal auf einer Expo in London

Saudi-Arabien ist offensichtlich ein besonders guter Kunde der wallonischen Waffenindustrie – der beste Kunde, um genau zu sein. 60 Prozent des Gesamtumsatzes entfällt allein auf die Waffenexporte in die Golf-Monarchie.

Die Zeitung Le Soir beruft sich hier auf die Zahlen des zuständigen Ausschusses des wallonischen Parlaments. Demnach wurde Kriegsgerät aus der Wallonie mit einem Gesamtwert von 575 Millionen Euro nach Riad verkauft. Und das ist Rekord. Zwei Jahre zuvor, im Jahr 2013, war es noch fünf Mal weniger.

Le Soir hat die Zahlen auch aufgedröselt. Demnach machte die wallonische Waffenindustrie den größten Umsatz mit Feuerwaffen: 400 Millionen, also zwei Drittel. Noch mal 100 Millionen entfallen auf Munition.

Waffenexporte nach Saudi-Arabien sind umstritten, unter anderem wegen der zwielichtigen Haltung des Landes dem Terrorismus gegenüber, aber auch wegen des blutigen Konflikts im Jemen. Riad unterstützt dort eine der beiden Kriegsparteien. Viele Länder spielen deshalb auch mit dem Gedanken, Waffenexporte nach Saudi-Arabien zu unterbinden.

Roger Pint - Illustrationsbild: Andy Rain (epa)

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