Zu Inhalt wechseln
  • BRF Nachrichten
  • BRF1
  • BRF2
  • Mediathek
  • Unternehmen
  • BRF1 Livestream
  • BRF2 Livestream
  • BRF Podcast
  • Wetter
  • Verkehr
  • iconfacebook-1
  • iconyoutube-1
  • instagram
  • linkedin2
BRF Nachrichten
  • Home
  • Regional
    • Alle Gemeinden
    • Amel
    • Büllingen
    • Burg-Reuland
    • Bütgenbach
    • Eupen
    • Kelmis
    • Lontzen
    • Raeren
    • St. Vith
  • National
  • International
  • Sport
    • Fußballergebnisse
  • Meinung
    • Kommentar
    • Presseschau
  • Kultur
    • Bücher
    • Kino
    • Kunst
    • Medien
    • Musik
  • WM 2026
-

Die Presseschau von Montag, dem 13. Juli 2026

13.07.202609:16
Die Überreste eines Restaurants inmitten einer verkohlten Landschaft
Ermittler untersuchen einen abgesperrten Bereich (Bild: Jorge Guerrero/AFP)

Der Klimawandel und seine Folgen beherrschen Titelseiten und Leitartikel: In diesem Zusammenhang werden die tödlichen Waldbrände in Südspanien aufgegriffen, aber auch die neue Hitzewelle hierzulande. Außerdem wird an die Flutkatastrophe vor fünf Jahren erinnert. Ein weiteres Thema ist die geplante Steuerreform der Föderalregierung.

"Die Brände im Süden sind ein Weckruf: 'Der Gefahren noch nicht bewusst genug'", titelt De Standaard. "Brände in Andalusien: drei Belgier wohl tot", so L'Avenir. "Waldbrände kosten vermutlich drei Belgier das Leben: 'Niemand ist bei uns anklopfen gekommen'", klagen Überlebende in Gazet van Antwerpen an. "Wieder heiß, aber (vorläufig) keine Maßnahmen", meldet Het Nieuwsblad zur Lage hierzulande. "Heute bis 33 Grad, aber (noch) keine Alarmphase – vorläufig keine Hitzemaßregeln", greift das auch Gazet van Antwerpen auf.

Es ist eines der Paradoxe des Klimawandels, schreibt De Standaard in seinem Leitartikel: Im Winter hat der Süden Spaniens unter extremen Regenfällen gelitten, die schwere Schäden angerichtet haben. Aber der Regen hat die Stauseen wieder gefüllt und die Vegetation wie selten zuvor wachsen lassen. Als der Sommer die Hitze zurückbrachte, wurde all das zur Nahrung für das Flammeninferno, das mindestens zwölf Menschen das Leben gekostet hat. Die Brandgefahr in der Mittelmeerregion steigt und steigt, Waldbrände sind mittlerweile an der Tagesordnung. Das müssen auch wir uns bewusster machen. Wer macht sich schon im Vorfeld Gedanken darüber, was zu tun ist, wenn es um den Campingplatz, das Hotel oder das Ferienhaus plötzlich brennt? Die Klimakatastrophen folgen schneller aufeinander, als sich das Bewusstsein entwickelt, wie tödlich sie werden, warnt De Standaard.

Mindestens Fahrlässigkeit

Uns steht wieder eine Hitzewoche bevor, stöhnt La Dernière Heure, mit Spitzentemperaturen von bis zu 37 Grad. Belgien erstickt wieder. 2026 ist in Klima-Hinsicht schon jetzt ein Monster, das Rekorde und Leichen anhäuft. Das Drama von Andalusien zeigt, dass es ein globales Problem ist – so wie auch die mangelnde Vorbereitung auf den Klimawandel und seine Folgen: Bei uns hat die letzte Hitzewelle 1.747 zusätzliche Todesfälle verursacht, das entspricht einer Übersterblichkeit von +47,8 Prozent. So etwas hat es seit Beginn der Aufzeichnungen nicht gegeben. In der Wallonie betrug die Übersterblichkeit sogar +76 Prozent. Und was macht der Staat? Die föderale Ebene empfiehlt… Wasser zu trinken. In Brüssel gibt man, ohne mit der Wimper zu zucken, zu, dass es für Obdachlose keinen Schutz vor der Hitze gibt. Aber man "erwäge" einen Hitzeplan. 2026 wohlgemerkt! Das Problem ist aber auch unsere Architektur: Wir haben nie gelernt, die Hitze draußen zu halten, dafür bezahlen wir jetzt den Preis, prangert La Dernière Heure an.

Die erschreckenden Zahlen zur Übersterblichkeit scheinen noch nicht zu allen durchgedrungen zu sein, schlägt Gazet van Antwerpen in die gleiche Kerbe. Man stelle sich mal vor, dass so viele Menschen in kurzer Zeit aus anderen Gründen ums Leben gekommen wären: Das Entsetzen wäre groß und die Maßnahmen drakonisch. Aber wenn es um Hitze geht: keine Spur davon. Jetzt steht uns wieder eine sehr warme Woche bevor. Und wieder können wir uns kaum retten vor weisen Ratschlägen und Tipps, wie wir uns und unsere Wohnungen kühl halten sollen. Wieder werden wir ermahnt, solidarisch zu sein und füreinander zu sorgen. Das werden wir natürlich auch tun, aber können die politisch Verantwortlichen bitte endlich mal zugeben, dass viel mehr nötig ist als das? Das ist doch mindestens Fahrlässigkeit, empört sich Gazet van Antwerpen.

Wir brauchen eine bessere Risikokultur

Vor fünf Jahren sind bei den Fluten 39 Menschen gestorben, Hunderte wurden verletzte, fast 100.000 Menschen hatten unter den Folgen der schweren Überschwemmungen zu leiden, erinnert L'Avenir: Ungefähr 45.000 Wohnungen wurden damals beschädigt, ein Schaden in Milliardenhöhe. Wenn man heute mit den Betroffenen spricht, hört man aber auch etwas anderes immer wieder: Dass man einfach nicht vorbereitet gewesen sei. Niemand habe eine Katastrophe dieser Größenordnung vorhergesehen. Überlebende plädieren eindringlich für eine bessere Risikokultur. Nicht, um in Angst zu leben, sondern um besser auf das Undenkbare vorbereitet zu sein. Wissen, wie auf einen Alarm reagieren, die grundlegenden Verhaltensregeln verinnerlichen, an die Schwächsten denken: All das sind Reflexe, die selbstverständlich scheinen – bis man sie eines Tages wirklich braucht. Die Fluten von 2021, die ständigen Hitzewellen, die Brände in Spanien, sie alle sagen das Gleiche: Extremsituationen sind nicht mehr außergewöhnlich. Sich vorzubereiten, das bedeutet verantwortungsvoll zu sein, appelliert L'Avenir.

Die bisher ergriffenen Schutzmaßnahmen sind unzureichend, ist Le Soir in diesem Zusammenhang überzeugt, und die Zeit drängt. Wir brauchen nicht nur Pläne, sondern auch den Mut und die Mittel, um sie umzusetzen. Das sollte sich jeder in Erinnerung rufen, jetzt, da wieder budgetäre Entscheidungen anstehen. Auch der Klimawandel ist eine große sicherheitstechnische Herausforderung. Es ist immer sehr verlockend, sich im Katastrophenfall auf die unmittelbaren Folgen zu konzentrieren und auf die schnellstmögliche Beseitigung der Schäden. Aber sich darauf zu beschränken, das bedeutet, künftigen Katastrophen den Weg zu ebnen. Wir müssen uns nicht an das anpassen, was schon passiert ist, sondern auf das, was uns bevorsteht und noch schlimmer sein wird. Morgen wird niemand mehr sagen können: "Aber das konnte doch keiner vorhersehen", wettert Le Soir.

Das Haushaltsloch nicht noch tiefer machen

Ganz anderes Thema bei Het Nieuwsblad: Letzten Donnerstag ist die Steuerreform in einen Gesetzestext gegossen worden. Rund vier Milliarden Euro an Steuern auf Arbeit sollen damit verschwinden. Jubel und Hurra-Rufe waren von der Regierungsfront allerdings kaum zu hören. Die geplante Steuersenkung steht wegen der schlechten Haushaltslage nämlich schon wieder auf der Kippe. Das ist angesichts der Zahlen auch irgendwie nachvollziehbar: Das föderale Defizit wächst dieses Jahr auf 25,5 Milliarden Euro. Da ein weiteres Loch von vier Milliarden Euro zu graben, wäre einfach schlechte Politik. Es sei denn natürlich, die Maßnahme würde gegenfinanziert. Zum Beispiel durch einen Tax-Shift, durch das Schließen von Schlupflöchern oder die Erschließung neuer Geldquellen. Oder durch neue Einsparungen. Nichts davon scheint mit der Arizona-Koalition möglich. Ja, die Steuern auf Arbeit in unserem Land sind viel zu hoch. Aber die Lösung kann nicht sein, das Haushaltsloch noch tiefer zu machen, um Geldgeschenke zu verteilen. Premier De Wever hat das zu Recht abgelehnt während der Energiekrise. Das muss er auch jetzt wieder tun, fordert Het Nieuwsblad.

Boris Schmidt

Nach oben
  • Home
  • Regional
  • National
  • International
  • Sport
  • Meinung
  • Kultur
  • WM 2026

Neuigkeiten zum BRF als Newsletter

Jetzt anmelden
Sie haben noch Fragen oder Anmerkungen?
Kontaktieren Sie uns!
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Kontakt
  • Barrierefreiheit
  • Cookie-Zustimmung anpassen

Design, Konzept & Programmierung: Pixelbar & Pavonet

Cookie Hinweis

Wir nutzen Cookies, um die Funktion der Webseite zu gewährleisten (essentielle Cookies). Darüber hinaus nutzen wir Cookies, mit denen wir User-Verhalten messen können. Diese Daten teilen wir mit Dritten. Dafür brauchen wir Ihre Zustimmung. Welche Cookies genau genutzt werden, erfahren Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.

Nur essentielle Cookies zulassen Alle Cookies zulassen
  • BRF1
  • BRF2
  • Mediathek
  • Unternehmen
  • Home
  • Regional
    • Alle Gemeinden
    • Amel
    • Büllingen
    • Burg-Reuland
    • Bütgenbach
    • Eupen
    • Kelmis
    • Lontzen
    • Raeren
    • St. Vith
  • National
  • International
  • Sport
    • Fußballergebnisse
  • Meinung
    • Kommentar
    • Presseschau
  • Kultur
    • Bücher
    • Kino
    • Kunst
    • Medien
    • Musik
  • WM 2026
  • Wetter
  • Verkehr
  • iconfacebook-1
  • iconyoutube-1
  • instagram
  • linkedin2
  • BRF1 Livestream
  • BRF2 Livestream
  • BRF Podcast
Podcast
-