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Die Presseschau von Montag, dem 11. Mai 2026

11.05.202609:12
Das Kreuzfahrtschiff MV Hondius vor dem Hafen von Praia, Hauptstadt von Kap Verde, am 4. Mai 2026
Das Kreuzfahrtschiff MV Hondius vor dem Hafen von Praia, Hauptstadt von Kap Verde, am 4. Mai 2026 (Bild: AFP)

Zwei Themen dominieren heute Titelseiten und Leitartikel: Zum einen die Evakuierung der Passagiere vom Kreuzfahrtschiff "Hondius" nach dem Ausbruch des Hantavirus, außerdem die Zahl der Langzeitkranken in Belgien. Neue Leaks über Stichprobenuntersuchungen befeuern nämlich die Debatte über zu Unrecht langfristig krankgeschriebene Menschen weiter.

"Hantavirus: Evakuierung des kontaminierten Kreuzfahrtschiffs", titelt La Libre Belgique auf Seite eins. "Belgische Passagiere des Kreuzfahrtschiffs 'Hondius' in Universitätskrankenhaus Antwerpen angekommen", meldet Gazet van Antwerpen. "Flamen, die an Bord des 'Viruskreuzfahrtschiffs' waren, zurück im Land", so Het Laatste Nieuws. "Endlich vom Schiff runter", schreibt Het Nieuwsblad zu Fotos der Evakuierung der Passagiere von der "Hondius".

Die Bilder von Menschen in weißen Schutzanzügen mit Mundschutzmasken rufen böse Erinnerungen an den Beginn der Corona-Pandemie hervor, kommentiert Het Nieuwsblad. Aber der Ausbruch des Hantavirus ist vor allem wichtig, um zu sehen, welche Lehren aus der Covid-Krise gezogen worden sind. Auch wenn es nachvollziehbar ist, dass Menschen Parallelen ziehen, sollte man Verschiedenes festhalten. In puncto Wissen über die Ausbreitung von Viren sind große Fortschritte gemacht worden, das gilt auch für das Organisieren umfangreicher Testkampagnen und für das Tracing und die Isolierung von Verdachtsfällen. Das Gesundheitspersonal verfügt nun ebenfalls über maximale Schutzmaßnahmen. Die theoretischen Kenntnisse sind also vorhanden, um einen Virusausbruch unter Kontrolle zu halten. Nicht nur Belgien hat gelernt, dass es im Krisenfall vor allem auf eine schnelle Reaktion ankommt. Deswegen sind wir nun auch viel besser vorbereitet. Im Gegensatz etwa zu den Vereinigten Staaten, in denen die Regierung Trump und insbesondere der Impfgegner Robert F. Kennedy Junior die entscheidenden Instanzen ausgehöhlt haben, so Het Nieuwsblad.

Sie sind wieder da…

Die Gesundheitsbehörden werden nicht müde es zu wiederholen: Das Hantavirus ist kein neues Covid, hält La Libre Belgique fest. Seine Übertragung bleibt begrenzt und das Risiko für die Weltbevölkerung klein, sagt die Weltgesundheitsorganisation WHO. Aber den Vorfall auf der "Hondius" als exotischen Alarm abzutun, wäre ein intellektueller und politischer Fehler. Er bestätigt nämlich einmal mehr, wovor Wissenschaftler und Gesundheitsexperten schon so lange warnen: Durch die fortschreitende Zerstörung unserer Umwelt rücken wir gefährlichen Viren immer dichter auf die Pelle; und schaffen so ideale Bedingungen für die nächste Gesundheitskrise. Wir sind in ein Jahrhundert der Epidemien eingetreten. Zu glauben, dass der Albtraum von 2020 nur ein Unfall war, das wäre ein fataler Irrtum, warnt La Libre Belgique.

Fast hatten wir sie vergessen, so wenig haben sie uns gefehlt, die Verschwörungstheoretiker, seufzen in diesem Zusammenhang die Zeitungen der Sudinfo-Gruppe. Aber kaum kommt es auf einem Kreuzfahrtschiff zu einem Virusausbruch, sind sie sofort und massiv wieder da, um ihre Dummheit in die Welt hinauszuposaunen. Den Armen muss seit Covid wirklich langweilig gewesen sein. Jetzt können sie in ihrem natürlichen Habitat, den Sozialen Medien, wieder voll loslegen. Man kann es gar nicht oft genug wiederholen: Wer sich über Themen wie das Hantavirus zuverlässig informieren will, sollte nur den traditionellen Medien vertrauen, unterstreicht Sudinfo.

Es braucht einen allgemeinen Mentalitätswandel

Zweites großes Thema sind die Langzeitkranken: Ausgerechnet an dem Tag, an dem die Krankenkassen in der Kammer erklären sollen, warum es in Belgien so viele Langzeitkranke gibt, werden wieder zwei neue Untersuchungen geleakt, schreibt Het Belang van Limburg. Aus zwei Stichproben des Landesamts für Kranken- und Invalidenversicherung geht hervor, dass ein Viertel der Betroffenen zu lang Bezüge bekommen hat oder nicht krank war. Und es sind nicht die ersten Studien, die zu so einem Ergebnis kommen. Ende letzten Jahres gab es in Belgien 576.000 Langzeitkranke. Ein neuer Rekord. Sie kosten den Staat elf Milliarden Euro. Im Visier sind nun die Krankenkassen, weil die zuständigen Kontrollärzte in ihrem Auftrag arbeiten. Selbst die Geduld von Föderalminister für Volksgesundheit, Frank Vandenbroucke von den flämischen Sozialisten, mit den Krankenkassen scheint mittlerweile erschöpft, er fordert, dass sich etwas ändern muss in puncto Langzeitkranke. Aber für alle Deutlichkeit: Es war die Politik, die dieses System geschaffen hat. Sie muss das Problem also auch lösen. Und es braucht vor allem auch einen allgemeinen Mentalitätswandel. Weil falsche Kranke sorgen dafür, dass alle Kranken unter Generalverdacht gestellt werden. Und das ist furchtbar für die echten Kranken, stellt Het Belang van Limburg klar.

Das Preisschild für die Gesellschaft ist zu hoch geworden

Wenn man noch die Beamten dazuzählt, die in Krankenrente geschickt worden sind, kommt man sogar auf 660.000 Langzeitkranke, prangert Het Laatste Nieuws an. Belgien hält den europäischen Rekord an Langzeitkranken. Und das, obwohl wir doch angeblich das beste Gesundheitssystem haben. Sicher haben die Krankenkassen dabei eine Rolle gespielt. Aber das ist nur ein Teil der Geschichte. Viele Arbeitgeber scheren sich viel zu wenig um die mentale Gesundheit ihrer Angestellten, wodurch Menschen unnötig ausfallen. Manche sehen die schrittweise Reintegration von Arbeitnehmern eher als Belastung als als Segen. Und oft ist es für sie einfacher, den Staat Krankenbezüge zahlen zu lassen, als selbst finanziell für kranke Angestellte aufzukommen. Und man muss auch die unbequeme Frage stellen dürfen, ob es unser aktuelles Sozialsystem Menschen nicht zu einfach macht, sich im Fangnetz einzurichten. Wir brauchen wirklich einen Mentalitätswandel – und zwar bei allen Akteuren, so auch Het Laatste Nieuws.

Bei den Langzeitkranken passiert das, was man davor schon bei der unbegrenzten Arbeitslosigkeit und den Brückenpensionen gesehen hat, analysiert De Standaard: Die ewigwährenden, nur in Belgien existierenden sozialen Systeme brechen unter ihrem unhaltbaren budgetären Gewicht zusammen. Zu viele Menschen haben sich in sie geflüchtet. Der Kampf dagegen ist auch nicht nur eine ideologischer: Ja, natürlich treibt ihn Rechts voran. Aber auch Links zieht mit, einfach, weil das Preisschild zu hoch geworden ist für die Gesellschaft. Und selbst besagte Gesellschaft scheint erstaunlich wenig bereit, das noch länger mitzutragen, konstatiert De Standaard.

Boris Schmidt

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