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Die Presseschau von Donnerstag, dem 7. Mai 2026

07.05.202609:13
Eine Beschneidung wird vorbereitet
Eine Beschneidung wird vorbereitet

In Antwerpen könnten zwei rituelle jüdische Beschneider vor Gericht kommen – ein Dossier, das sogar diplomatisch für Wirbel sorgt. Auch die Titelseiten und Leitartikel greifen dieses Thema sehr ausführlich auf. Dabei gibt es viel Kritik am US-Botschafter in Belgien und an Israels Außenminister.

"Diplomatischer Streit um Beschneidungen eskaliert: Antwerpener Staatsanwaltschaft will zwei sogenannte Mohels vor Gericht bringen", titelt das GrenzEcho. "Amerikanischer Botschafter mischt sich wieder ein in Beschneidungsdossier", schreibt Het Nieuwsblad. "Wieder diplomatischer Krach über jüdische Beschneidungen – amerikanischer Botschafter beschuldigt Belgien des Antisemitismus", fasst De Morgen zusammen.

Und wieder wird Belgien Antisemitismus vorgeworfen, seufzt Gazet van Antwerpen in ihrem Leitartikel. So wie schon vor drei Monaten kommen diese Anschuldigungen aus den Vereinigten Staaten und Israel. Aber auch die EJA, die "European Jewish Association", spricht von einem "beschämenden Moment für Belgien". Können wir bitte mal bei den Fakten bleiben? Erstens: Die Antwerpener Staatsanwaltschaft hat ihre Ermittlungen gegen zwei jüdische rituelle Beschneider, sogenannte Mohels, abgeschlossen und das Dossier an die Ratskammer weitergeleitet. Die muss darüber entscheiden, ob sich die Männer vor Gericht verantworten müssen. Zweitens: In Belgien müssen rituelle Beschneidungen im Prinzip von einem Arzt durchgeführt werden. Mohels sind trotz ihrer Ausbildung keine Ärzte. Ihre Aktivitäten werden in Belgien zwar geduldet, rein rechtlich betrachtet ist die Lage aber undeutlich. Der Rest ist Stimmungsmache. All die selbsternannten großen Verteidiger des jüdischen Glaubens sollten mit ihren Verdrehungen der Fakten und mit ihren groben Beleidigungen aufpassen. Denn sie sorgen damit nicht nur für Ärger, sie befeuern auch negative Gefühle gegenüber der jüdischen Bevölkerung. Die Justiz muss ihre Arbeit tun. US-Botschafter White und der israelische Außenminister mögen das anders sehen – aber das ist ihr Problem, nicht unseres, wettert Gazet van Antwerpen.

Beschneidungen sind keine Bagatelle

Außenminister Maxime Prévot verdient alle Unterstützung dafür, dass er den US-Botschafter und den israelischen Außenminister zur Ordnung gerufen hat, findet De Standaard. Nur wenige Belgier werden anderer Meinung sein. Und genau da sieht man das schleichende Gift der amerikanisch-israelischen Brutalität: Sie droht, jedes Feingefühl und die große Offenheit zu zerstören, die die breite Gesellschaft der jüdischen Minderheit gegenüber haben sollte angesichts der Geschichte. White macht unmöglich, wozu er selbst aufruft: ein politisches Gespräch über die rituelle Beschneidung von Kindern. Eine Debatte, die Ruhe und Empathie erfordern würde, betont De Standaard.

Rituelle Beschneidungen sind keine Bagatelle, stellt De Morgen klar: Es handelt sich um tiefe Eingriffe in einen jungen Körper – und zwar ohne medizinische Notwendigkeit und ohne dass es den Betroffenen Vorteile bringen würde. Verbunden mit einem realen Risiko einer Infektion oder Verstümmelung. Da ist es doch beileibe nicht zu viel verlangt, solchen Prozeduren einen angemessenen medizinischen Rahmen zu geben. Gerade das zeugt doch von sehr großer Toleranz gegenüber sehr fraglichen religiösen Ritualen. Wir Belgier müssen uns sicher nichts über angeblichen Antisemitismus und Judenverfolgung einreden lassen. Und wenn es zwei Länder gibt, die gerade absolut nicht in einer Position sind, um den Zustand des Rechtsstaats in anderen Ländern zu kritisieren, dann doch wohl die Vereinigten Staaten und Israel. Bleibt die Frage, was der US-Botschafter da also treibt. Washington nutzt jede Gelegenheit, um Zwietracht zu säen in Europa und um die anti-europäische, rechte Agenda voranzutreiben. Nicht umsonst umgibt sich US-Botschafter White so gerne mit Vlaams Belang-Leuten. Er verhält sich weniger wie ein Diplomat und mehr wie ein ausländischer Agent. Zeit, ihn auch so zu behandeln, fordert De Morgen.

Der Begriff des Antisemitismus wird ausgehöhlt

Der längst berüchtigte US-Botschafter Bill White findet also, dass Belgien antisemitisch ist, resümiert Het Laatste Nieuws. Für alle Deutlichkeit: Die Ermittlungen gegen die rituellen jüdischen Beschneider sind nicht von irgendeinem Belgier mit Nazi-Sympathien ins Rollen gebracht worden, sondern von einem jüdischen Mann, der genau weiß, was in seiner Gemeinschaft vor sich geht. Eine Gemeinschaft, die übrigens sogar den Schutz der belgischen Armee genießt. Wenn die Staatsanwaltschaft der Meinung ist, ausreichend Gründe zu haben, um der Sache nachzugehen, dann ist das eben so. Säkulare Gesetze stehen über religiösen Gesetzen und Kinder müssen gegen ungesetzliche Praktiken geschützt werden. In Israel ist ein 66-jähriger Mohel festgenommen und angeklagt worden nach dem Tod eines Babys nach einer Beschneidung. Ein Mann, der bereits tausende Beschneidungen durchgeführt hatte. Wenn wir antisemitisch sind, ist das der Staat Israel also auch. Die Äußerungen des US-Botschafters sind zudem gefährlich, weil sie den Begriff des Antisemitismus aushöhlen, so Het Laatste Nieuws.

Das Verhalten des US-Botschafters ist symptomatisch

Der Fall ist heikel, natürlich ist er das, unterstreicht das GrenzEcho. Wer über rituelle Beschneidungen spricht, spricht über Glauben, Tradition, Identität und über eine jahrtausendealte religiöse Praxis. Genau deshalb muss die Debatte mit der nötigen Sensibilität geführt werden. Was sie ganz sicher nicht braucht, sind hysterische Antisemitismus-Vorwürfe aus Washington und Jerusalem. Belgien verfolgt keine Religion und auch keine Juden. Ein Rechtsstaat darf sich weder von religiösem Druck noch von diplomatischer Einschüchterung leiten lassen. Letztlich steht in einem solchen Fall die Glaubwürdigkeit Belgiens selbst auf dem Spiel, warnt das GrenzEcho.

Es wäre interessant zu wissen, ob der amerikanische Botschafter es auch als "islamophob" angeprangert hätte, wenn Moslems beschuldigt worden wären, medizinische Eingriffe durchzuführen, die laut Gesetz Ärzten vorbehalten sind, frotzelt Het Nieuwsblad. Das Verhalten von White ist symptomatisch für den Zustand der amerikanischen Demokratie und die systematische Untergrabung der Gewaltenteilung durch Team Trump. Eine Gewaltenteilung, die in den Vereinigten Staaten kaum noch existiert, seitdem Trump zur juristischen Hexenjagd auf alle geblasen hat, die ihm jemals in die Quere gekommen sind. Wenn White sich Sorgen um den Rechtsstaat macht, sollte er vor allem über die Politik Trumps alarmiert sein, giftet Het Nieuwsblad.

Boris Schmidt

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