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Die Presseschau von Freitag, dem 24. April 2026

24.04.202609:22
Aldi-Schild an einem Supermarkt
Illustrationsbild: Virginie Lefour/Belga

Im Blickpunkt steht heute der Beschluss für das 90 Milliarden Euro schwere EU-Darlehen für die Ukraine. Für Schlagzeilen sorgt außerdem der Protest des Aldi-Personals gegen Pläne, die Märkte künftig auch am Sonntag zu öffnen. Einige Zeitungen wünschen sich eine offenere Haltung gegenüber den "neuen Zeiten"; auch mit Blick auf die Rentenreform.

"Die EU löst ihr 90-Milliarden-Versprechen ein", titelt Le Soir. Die EU hat nun also doch den 90-Milliarden-Kredit für die Ukraine freigeben können. Bislang hatte der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban auf der Bremse gestanden. Inzwischen wurde er aber in seinem Land abgewählt. Er ist zwar noch im Amt, hat seinen Widerstand aber aufgegeben.

Le Soir kann die Einigung in seinem Leitartikel nur begrüßen. "Europa ist mehr denn je der Schutzwall der Ukraine", meint das Blatt. Diese 90 Milliarden Euro werden es der Ukraine erlauben, das laufende und das kommende Jahr zu überbrücken. Zwei Drittel dieses Geldes wird in die Rüstung fließen. Und das ist ein schlechtes Omen, beweist diese Feststellung doch, dass ein Ende des Krieges nach wie vor in weiter Ferne liegt. In diesem Zusammenhang hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen aber klargemacht, dass die Ukraine immer auf Europa zählen kann: "Solange Russland seine Aggression weiter verstärkt, verstärken wir unsere Unterstützung für die tapfere ukrainische Nation", schrieb von der Leyen. Ob dieses Engagement allerdings so weit geht, dass die Ukraine in absehbarer Zeit in die EU aufgenommen wird, da sind im Moment noch Zweifel erlaubt…

Viel Lob für die "interregionale Mission" des Königs

La Libre Belgique beschäftigt sich in ihrem Kommentar mit der jüngsten "interregionalen Mission", die König Philippe initiiert hatte. Das Staatsoberhaupt hatte ja Unternehmer aus dem Norden und aus dem Süden des Landes zusammengebracht; und diese Delegation hatte dann eine kleine Rundreise durch die Regionen des Landes unternommen. "Diese Mission war ein voller Erfolg", lobt La Libre. Zu diesem Schluss sind allen voran die Beteiligten selbst gekommen: Die rund 40 flämischen und wallonischen Unternehmer waren regelrecht begeistert von der zweitägigen Mission mit ihren zahlreichen wertvollen Kontakten. Entscheidend dazu beigetragen hat auch die vom Palast gewählte Methode: Die Delegation hatte man gezielt klein und überschaubar gehalten; sie bestand aus Unternehmern, die mit beiden Füßen in der Wirtschaftswelt stehen. Und, besonders bemerkenswert: Es waren keine Politiker dabei. Das alles in einer bewusst ungezwungenen Atmosphäre, ohne hölzerne Redebeiträge. Die Mission hat in jedem Fall dafür gesorgt, dass sich die Wirtschaftsakteure aus dem Norden und aus dem Süden des Landes besser kennen- und schätzen gelernt haben. Und dass sie den einen oder anderen gemeinschaftspolitischen Reflex über Bord geworfen haben. Das alles schreit förmlich nach einer zweiten Auflage…

Sonntagsöffnung – "Sich nicht den neuen Zeiten verschließen"

"Streik bei Aldi aus Protest gegen die geplante Öffnung an Sonntagen", so derweil die Aufmachergeschichte von Het Laatste Nieuws. Die Aldi-Direktion will dem Beispiel einiger Konkurrenten folgen und ihre Märkte künftig ebenfalls an Sonntagen öffnen. Gegen diese Pläne ist das Personal in rund 20 Märkten spontan in den Streik getreten.

"Der 'heilige Sonntag', der 'Tag des Herrn', das ist inzwischen wohl Geschichte", konstatiert L'Avenir in seinem Leitartikel. Die Zeiten haben sich geändert. Jetzt muss die Sonntagsruhe dem Einkaufstrubel weichen. Man mag es bedauern, aber im Grunde folgt der belgische Einzelhandel damit nur einem Trend, der in unseren Nachbarländern schon längst eingesetzt hatte. Hier besteht allerdings die Gefahr, dass auch der klassische "Angestellte" mehr und mehr auf der Strecke bleibt. Ersetzt wird er dann durch ein Heer von Studenten und Flexijobern mit zunehmend fragmentierten Laufbahnen. Angesichts all dieser Umbrüche ist der soziale Dialog wichtiger denn je, auf die Gefahr hin, dass sonst am Ende auch die sozialen Errungenschaften im Mülleimer der Geschichte landen…

"Man darf sich den neuen Zeiten jedenfalls nicht verschließen", warnt La Dernière Heure. Klar: Das alles ist durchaus beängstigend. Noch nie hat sich die Welt so schnell und so radikal verändert. Unternehmen sehen sich gezwungen, quasi über Nacht Umstrukturierungen vorzunehmen, um ihr Überleben zu sichern. In diesem Zusammenhang würde man sich aber eine offenere Haltung den nötigen Veränderungen gegenüber wünschen. Ein Negativbeispiel ist da die Post: Allein die Ankündigung neuer Dienstzeiten hat bei Bpost schon einen fast beispiellosen Sozialkonflikt heraufbeschworen. Bei Aldi droht jetzt etwas Ähnliches. Dazu nur so viel: Man kann sich nicht bedingungslos an die Modelle von gestern klammern. Auf die Gefahr hin, dass ansonsten die Jobs verschwinden, die man doch eigentlich schützen wollte…

Belgien, das Reich des "sozialen Horrors"?

Auch Het Laatste Nieuws plädiert dafür, den heutigen Realitäten resolut ins Auge zu blicken. Zum Beispiel auch mit Blick auf die Rentenreform. Angesichts der ungebrochenen Proteste gegen die dringend nötige Neuordnung lohnt sich vielleicht mal ein Blick über die Grenzen, meint das Blatt. In den Niederlanden etwa wurde das Renteneintrittsalter längst auf 67 Jahre angehoben. Das allerdings weitgehend geräuschlos, sogar mit dem Segen der Gewerkschaften, und auch ohne das Gejammer von angeblichem "sozialem Horror". In Deutschland, das gleiche Bild. Auch dort wird mit offenem Visier über die Zukunft der Renten diskutiert, ausgehend eben von der Feststellung, dass die Vergreisung das System unter massiven Druck setzt. Während sich die Debatte also im Ausland um die nötige Verlängerung der Lebensarbeitszeit und die Generationengerechtigkeit dreht, geht es hierzulande immer noch um den Erhalt von bisherigen Sonderregelungen und Ausnahmen. Frage also: Leben wir in Belgien wirklich im Reich des "sozialen Horrors"? Oder tun wir uns einfach nur schwer mit der Feststellung, dass auch bei uns die Vergreisung ihren Preis hat?

Roger Pint

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