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Die Presseschau von Mittwoch, dem 1. April 2026

01.04.202609:40
Drei Männer und eine Frau bei der Artemis-2-Mission
Die Astronauten Jeremy Hansen, Victor Glover, Reid Wiseman und Christina Hammock (Bild: Mark Felix/AFP)

Die erste bemannte Mission zum Mond nach über 50 Jahren wird von den Zeitungen aufgegriffen, genauso wie die Unruhe an den Energie- und Finanzmärkten wegen des Irankriegs. Die Blätter kommentieren zudem Spionagevorwürfe gegen die ungarische Regierung und das Gesetz zur Erweiterung der Todesstrafe in Israel.

"Nach mehr als 50 Jahren fliegen wir wieder zum Mond", schreibt Het Laatste Nieuws auf Seite eins. "Vier Astronauten machen sich auf den Weg zum Mond, zum ersten Mal seit 53 Jahren", so die Schlagzeile von L'Echo. "Auf dem Weg zum Mond, aber wird die Mission glücken?", fragt sich besorgt De Morgen.

Es ist endlich soweit: Heute soll die erste bemannte Mission seit 1972 zum Mond starten. Streng genommen ist das für uns erst morgen, denn der Start der Artemis II-Mission ist für 18 Uhr 24 Ortszeit in Florida geplant, also um 0 Uhr 24 mitteleuropäischer Zeit. Die Astronauten sollen aber lediglich den Mond umrunden und dabei wichtige Flugmanöver und Systeme testen. Die eigentliche Landung soll 2028 stattfinden.

"Das Ereignis ist vielleicht zuletzt wegen der besorgniserregenden geopolitischen Lage ein bisschen untergegangen, aber es bleibt ein Ereignis", meint La Libre Belgique in ihrem Leitartikel. Nach mehr als einem halben Jahrhundert macht sich die Menschheit wieder auf den Weg zum Mond. Die letzte bemannte Mission zum Erdtrabanten fand im Dezember 1972 statt. Seither beschränkte sich die Raumfahrt im Großen und Ganzen auf Hin- und Rückflüge zur Erdumlaufbahn. Insbesondere die Fans von Weltraumreisen fiebern also dem Start der Artemis II-Mission regelrecht entgegen. Nur, gleich wie es kommt: Es bleibt ein Remake. Allerdings wäre es schön gewesen, wenn das Ganze nicht wieder in einem Wettlauf ausgeartet wäre. In den 1960er Jahren war die Sowjetunion der große Konkurrent der USA, heute ist es China. Man hätte sich eine wirklich universelle Zusammenarbeit gewünscht. Und trotz der kolossalen Investitionen in das Artemis-Programm wurde Europa wieder in die zweite Reihe verbannt.

Keinen Grund, die Gießkanne wieder herauszuholen

Zurück auf die Erde, wo der Irankrieg weiter für Unruhe sorgt, insbesondere an den Finanz- und Energiemärkten. "Schon 750 Euro mehr!", titelt alarmiert La Dernière Heure. Die Jahresrechnung für Strom und Gas wird demnach also um durchschnittlich 750 Euro steigen. "Und das", so schreibt die Zeitung, "das ist erst der Anfang".

"Objektiv betrachtet hält sich der Schaden aber noch in Grenzen", gibt De Standaard zu bedenken. Zum Vergleich: Im März bezahlte der Verbraucher in Belgien knapp 15 Prozent weniger für sein Gas als vor einem Jahr. Wenn man von einer "Energiekrise" spricht, dann muss man das also relativieren. Zugegeben: Jeder wird den Höhenflug der Energiepreise in seinem Portemonnaie spüren. Eine galoppierende Inflation wie vor vier Jahren ist aber laut Experten nicht zu erwarten. Für die Regierung gibt es denn auch keinen Grund, jetzt wieder die Gießkanne wieder herauszuholen und diverse Hilfsmaßnahmen zu beschließen, um die Bürger und Unternehmen zu entlasten. Man sollte vielmehr die Lehren aus den Fehlern ziehen, die bei der Energiekrise 2022 gemacht wurden. Erstens waren die damals getroffenen Maßnahmen nicht zielgerichtet genug, was dazu führte, dass die Kaufkraft einiger Bevölkerungsgruppen sogar gestiegen ist. Zweitens gilt mehr denn je, dass sich Belgien eine solche Politik angesichts leerer Kassen nicht leisten kann. Und drittens gibt man hier das falsche Signal: Statt staatlicher Hilfen braucht es vielmehr Maßnahmen, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern.

Die Empörung hält sich in Grenzen

Genau das empfiehlt auch die Nationalbank, hakt Het Laatste Nieuws ein. Und, nur zur Erinnerung: Die Nationalbank gilt eigentlich nicht als linke Bastion des ökologischen Idealismus. BNB-Gouverneur Pierre Wunsch predigt vielmehr die Grundregel der Wirtschaft, die da lautet: Angebot und Nachfrage. Das Angebot ist bekanntermaßen begrenzt. Und der aktuelle Krieg verschärft diese Feststellung. Wenn der Staat jetzt mit Zuschüssen die Preise künstlich senkt, dann wirkt das vielleicht sozial, nur erreicht man damit das Gegenteil dessen, was nötig ist: Die Nachfrage bleibt hoch und die Preise steigen weiter. Viel zielführender ist es also, die Nachfrage zu senken. Sprich: Energie sparen! Zum Beispiel könnte man über autofreie Sonntage nachdenken. Für die Politik ist das noch ein Tabu. Man will den sogenannten "grünen Zeigefinger" vermeiden, also den Eindruck, dass man den Bürger belehren will. Hier geht es aber nicht um vermeintliche moralische Überlegenheit oder Klimaidealismus, sondern um Pragmatismus.

Het Nieuwsblad beschäftigt sich mit den Spionagevorwürfen gegen die Regierung des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán. Die Budapester Sympathien für Moskau waren ja bekannt, aber dass das soweit gehen würde, hat dann doch viele überrascht. Ein Konsortium von Enthüllungsjournalisten hat Abhörprotokolle einsehen können, aus denen hervorgeht, dass insbesondere der ungarische Außenminister den Kreml ausgiebig und detailliert über Diskussionen innerhalb des Europäischen Rats informiert hat. Es ging so weit, dass die Russen über Ungarn direkten Einfluss auf die EU-Sanktionslisten nehmen konnten. Für ein solches Verhalten gibt es keine Worte. Und doch hält sich die Empörung bei EU und Nato bislang noch in Grenzen. Das hat wohl strategische Gründe: In Ungarn wird in zehn Tagen gewählt. Eine allzu harsche Reaktion würde Orbán da nur in die Karten spielen. Die EU spekuliert wohl auf eine Wahlschlappe für den ungarischen Störenfried. Umfragen mögen in diese Richtung weisen, nur hat Orbán längst eine ganze Batterie von Maßnahmen getroffen, die eigentlich eine Wahlniederlage unmöglich machen. Aber sollte er doch politisch überleben, dann müssen EU und Nato Nägel mit Köpfen machen: Dann müssen sie Ungarn vor die Türe setzen.

Ein "von Natur aus diskriminierendes Gesetz"

Die Zeitungen der Sudinfo-Gruppe blicken schließlich besorgt auf Israel. Die Knesset hat am Montag ein Gesetz verabschiedet, das eine Ausweitung der Todesstrafe vorsieht. Und, was das Ganze noch schlimmer macht: Dieses Gesetz gilt de facto nur für Palästinenser, kritisiert La Capitale. Selbst israelische Nichtregierungsorganisationen sprechen von einem "von Natur aus diskriminierenden Gesetz". Unter dem Druck der rechtsextremen Koalitionspartner von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu scheinen die moralischen Grenzen in Israel mehr und mehr zu verschwimmen. Die Frage ist: Kann man sich noch auf demokratische Werte berufen, wenn vor der Justiz nicht mehr alle Bürger gleich sind? Oder, anders gefragt: Ist Israel eigentlich noch eine Demokratie?

Roger Pint

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