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Die Presseschau von Freitag, dem 20. März 2026

20.03.202609:17
Illustrationsbild: Dirk Waem/Belga
Illustrationsbild: Dirk Waem/Belga

Mit der gezielten Zerstörung von Gas- und Öl-Infrastruktur ist der Irankrieg weiter eskaliert. Diese Entwicklung beschäftigt auch die Leitartikler intensiv. Neben harscher Kritik an den Vereinigten Staaten und Israel steht dabei vor allem auch die Frage nach Europas Energiepolitik im Fokus.

"Krieg im Nahen Osten: Trump in einen Konflikt verstrickt, den er nicht mehr in der Hand hat", titelt Le Soir. "Eskalation der Angriffe auf Gas- und Öl-Installationen", schreibt De Morgen. "Die Zerstörung der Gas-Infrastruktur im Nahen Osten destabilisiert die Weltwirtschaft", resümiert La Libre Belgique. "Die Angriffe auf die Gasfelder am Golf werden jahrelang spürbar bleiben", warnt De Standaard. "Gaslieferungen nach Belgien drohen auf Jahre gestört zu bleiben", schlägt De Tijd Alarm. "Der Konflikt eskaliert, der Gaspreis geht durch die Decke", hebt Het Nieuwsblad hervor. "Die Energiemärkte befürchten das Schlimmste", so L'Echo. "Allgemeine Panik bei den Energiepreisen", bringt es La Dernière Heure auf den Punkt.

Was der US-Präsident vergangene Woche noch eine "kurze Exkursion" nannte, die "very complete" sei, ist Mittwochabend dramatisch eskaliert, hält De Tijd in ihrem Leitartikel fest. Zuerst bombardierte Israel iranische Gaseinrichtungen, der Iran antwortete mit Angriffen auf die wichtigste Gasanlage der Welt in Katar. Auf einen Schlag hat der Iran damit nach Schätzungen den Gas-Export von Katar auf Jahre um 17 Prozent reduziert. Der Irankrieg ist damit in seiner dritten Woche in eine neue Phase eingetreten. Es geht nicht mehr länger nur um die Schließung beziehungsweise Wiederöffnung der wichtigen Straße von Hormus. Wir haben einen Punkt erreicht, an dem der schwere wirtschaftliche Schaden durch den Konflikt mindestens in Monaten gemessen werden muss, wenn nicht in Jahren. Mit jedem Tag wird deutlicher, mit welcher Leichtsinnigkeit die Vereinigten Staaten und Israel in diesen Krieg gezogen sind, wettert De Tijd.

Was für ein Clusterfuck!

Trump hat die größte Streitmacht in der Geschichte der Welt mobilisiert, in nur einer Woche einen Krieg gegen eine Mittelmacht verloren, die Welt angefleht, ihn zu retten, und von den Medien verlangt, über all das zu lügen, zitiert Le Soir den amerikanischen Historiker Timothy Snyder. Man muss sich wirklich fragen, ob es überhaupt noch einen Erwachsenen im Oval Office gibt. Weil Trump reißt die Welt mit seinem Wahnsinn mit in den Abgrund, er reitet Amerika in einen weltweiten Krieg. Die Entscheidung, in diesen Krieg zu ziehen, hat er unter israelischem Einfluss getroffen und nach eigenen Angaben, ohne zu wissen, dass der Gegner zurückschlagen könnte. Obwohl der Iran das mehr als deutlich gemacht hatte. Ganz zu schweigen von den sich ständig ändernden Kriegszielen. Dieser Mann führt also das mächtigste Land der Welt. Währenddessen macht sich Putins Russland die Taschen voll und plant und erobert China die Zukunft, unterstreicht Le Soir.

Was für ein Clusterfuck!, wütet De Morgen. Eigentlich hatten die Vereinigten Staaten kein Interesse daran, dem Iran wirtschaftlich den Hals umzudrehen. Weil im Fall eines Regimewechsels wären die Iraner natürlich absolut auf ihre Energieressourcen angewiesen. Deswegen hatte Trump auch die wirtschaftlich überlebenswichtigen Öl-Anlagen auf Charg ausgespart. Und dann kam Benjamin Netanjahu mit seinen Angriffen auf die iranischen Gasfelder. Das ist ein Drama für die Region, für das Klima und auch für die ganze Welt. Weil wenn das weltweit wichtigste Zentrum für Öl und Gas im wörtlichen Sinn in Flammen steht, werden die Folgen überall spürbar sein, erinnert De Morgen.

Europas altbekannte Schwäche

Es ist keine Schwarzmalerei, sondern eine Feststellung: Wir stehen vor einer großen Energiekrise, so La Dernière Heure. Mit jedem Tag, der seit dem US-israelischen Angriff vergangen ist, ist das Risiko auf eine weitere Eskalation gestiegen. Das Barrel Brent-Öl kostet schon über 110 Dollar, der Gaspreis ist um 30 Prozent explodiert. Die Hoffnung, dass der Druck auf die Preise vorübergehend sein würde, schwindet immer mehr, wir reden schon nicht mehr über Tage, sondern über Monate oder gar Jahre. Und über hunderte Euro, die Haushalte pro Jahr mehr werden zahlen müssen. Das zeigt einmal mehr, wie abhängig wir weiter von fossilen Energieträgern sind. Eine altbekannte Schwäche, die wir nie beheben konnten oder wollten, klagt La Dernière Heure an.

Europa hat selbst keine fossilen Energieträger, kann aber noch immer nicht ohne, scheint Het Laatste Nieuws in die gleiche Kerbe zu schlagen. Quo vadis Europa? Denn Europa ist in puncto Energiepolitik hoffnungslos zerstritten. Muss unsere Energieversorgung grüner werden? Natürlich. Weil weniger fossiler Energiebedarf bedeutet langfristig niedrigere Energiekosten und weniger Abhängigkeit von Russland, den Vereinigten Staaten und dem Nahen Osten. Aber der Weg dahin ist noch sehr, sehr lang. Ein zu radikaler Kurs könnte außerdem einem Teil unserer Wirtschaft den Garaus machen, die schon unter den hohen Energiekosten leidet. Die Industrie nach chinesischem Vorbild einfach mit Geld vom Staat stützen ist auch keine Option, das Geld dafür liegt schließlich nicht auf der Straße, gibt Het Laatste Nieuws zu bedenken.

Zeit für eine echte Union?

Der Klagegesang insbesondere aus der Wirtschaft ist zu Genüge bekannt, kommentiert Het Belang van Limburg: Die Klimawende sei zu überstürzt und zu teuer. Irgendwelche Umstände haben die Umsetzung der eigentlich noblen Pläne dann auch immer zuverlässig verhindert. Und jetzt stecken wir mitten im Dritten Golfkrieg. Ein Krieg, in den uns Trump gestürzt hat und für den wir die Rechnung bezahlen dürfen. Hätten wir unsere Abhängigkeit von fossilen Energieträgern verringert, würde uns das jetzt weniger wehtun. Dabei haben wir 2022 doch schon eine höllische Energiekrise durchleben müssen, mit Rechnungen, die die Menschen mehrere Monatslöhne kosteten. Es sind genau diese Krisenmomente, die immer wieder deutlich machen, wieviel erneuerbare Energien wert sind. Angesichts der harten Schläge, die Europa jetzt gerade wieder einstecken muss, ist das jetzt vielleicht wirklich der Moment, die Union zu bilden, die es bisher nicht gegeben hat. Aber wird Europa es wagen, Trump zurechtzuweisen? Werden wir ihn auffordern, mit seinem epischen Wüten aufzuhören? Oder werden wir uns darauf beschränken, uns höflich zu weigern, ihm zu helfen?, fragt Het Belang van Limburg.

Boris Schmidt

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