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Die Presseschau von Donnerstag, dem 19. März 2026

19.03.202609:55
Steigende Rohölpreise lassen die Preise an den Tankstellen steigen
In vielen europäischen Ländern ziehen die Spritpreise kräftig an

Der Nahostkrieg treibt die US-Regierung mittlerweile in die Verzweiflung. Die Konsequenzen dieses Krieges sind auch in Europa spürbar: Die Energiepreise gehen in die Höhe und die EU muss unbequeme Fragen beantworten. In Belgien feiert die Arizona-Koalition einen unerwarteten Kompromiss und bekommt dadurch einen neuen Elan.

"Mit der Bombardierung eines Gasfeldes schleift Israel die Golfregion zusätzlich ins Chaos", titelt De Standaard. Israel hat gestern ein Gasfeld im Iran bombardiert. Als Vergeltung griff der Iran daraufhin Gasanlagen in Katar und auch in Saudi-Arabien an. Das ist eine weitere Eskalation und dürfte die Energiepreise weiter in die Höhe treiben.

Wie eine Katze mit neun Leben

In Washington herrscht offensichtlich inzwischen Alarmstimmung, glaubt Gazet van Antwerpen in ihrem Leitartikel. Es mehren sich die Anzeichen dafür, dass US-Präsident Donald Trump und auch sein Kriegsminister Pete Hegseth inzwischen nahe der Verzweiflung sind. An ihrer Körpersprache und ihrem Sprachgebrauch ist das vielleicht nicht abzulesen, wohl aber an den Plänen, die gerade in Washington auf dem Tisch liegen. Im Raum steht unter anderem eine Kommandooperation, bei der Spezialeinsatzkräfte hochangereichertes Uran aus dem Iran herausholen sollen. Das ist vielleicht eine zündende Idee für einen Kriegsfilm. Mit der Realität hat das aber nicht viel zu tun. Solche Pläne denkt sich eine Regierung aus, wenn alles andere, was man sich vorgenommen hatte, kläglich gescheitert ist. Denn: Das Regime in Teheran sitzt immer noch im Sattel, der Iran schießt weiterhin zurück, und das Chaos wird mit jedem Tag nur noch größer; man denke nur an die Straße von Hormus. Trump und Hegseth haben sich offensichtlich grandios verkalkuliert. Jeder andere Präsident hätte schon längst seine Koffer packen müssen. Aber Trump ist wie eine Katze mit neun Leben.

"Trump fliegt auf Sicht", glauben auch die Zeitungen der Sudinfo-Gruppe. Der US-Präsident hat keinen Plan für den Iran; und er hatte auch nie einen. Sein einziger Kompass ist seine legendäre Impulsivität. Doch selbst ein Donald Trump scheint hier langsam an seine Grenzen zu stoßen. In seiner MAGA-Basis zeigen sich immer größere Risse. Jüngstes und gleichzeitig bestes Beispiel ist der Rücktritt seines Anti-Terror-Chefs Joe Kent. Der Trumpismus fußt auf dem Versprechen eines starken Amerikas, versinnbildlicht durch einen entschlossenen Führer. Heute sehen wir das genaue Gegenteil: Eine instabile Administration mit einer bröckelnden Basis.

Drei unbequeme Fragen

Mit jedem Tag werden derweil die Auswirkungen des Krieges spürbarer: "Brennstoffpreise auf dem höchsten Stand seit zwei Jahren", so etwa die Schlagzeile von Het Laatste Nieuws. Und das ist wohl immer noch nur der Anfang. "Der Irankrieg wird das Leben in Belgien teurer machen", so die Aufmachergeschichte von L'Echo und De Tijd. Zu diesem Schluss kommen die großen Banken des Landes, die unabhängig voneinander die Lage analysiert haben. Sie gehen davon aus, dass die Inflation stark ansteigen wird.

Die EU-Staats- und Regierungschefs werden bei ihrem anstehenden Gipfel denn auch viele Fragen beantworten müssen, von denen einige auch sehr unbequem sind, analysiert De Tijd in ihrem Kommentar. Fakt ist: Für Europa, das diesen Krieg weder gewollt noch begonnen hat, werden die Probleme jetzt nur noch größer. Schon vorher stand die europäische Industrie enorm unter Druck wegen der in Europa hohen Energiepreise und dem damit verbundenen Wettbewerbsnachteil. Und das kann jetzt nur noch schlimmer werden. Und das führt zu wirklichen Gretchenfragen: Lassen wir einen Teil der Industrie einfach sterben? Oder verabschieden wir uns von unseren klimapolitischen Ambitionen? Oder machen wir neue Schulden, die aber nur unter dem EU-Dach aufgenommen werden könnten, weil zu viele Staaten schon jetzt am Limit sind? Drei Fragen. Eine unbequemer als die andere. Alle drei mit "nein" zu beantworten, das ist keine Option.

Die Methode "stinkendes Kamel"

Innenpolitisch vermelden einige Zeitungen weißen Rauch in einer fast schon unendlichen Geschichte: "Endlich ein Abkommen rund um die Überbelegung der Haftanstalten", so etwa die Schlagzeile von De Morgen und Gazet van Antwerpen. Drei der fünf Regierungsparteien, nämlich N-VA, MR und CD&V, haben sich gestern auf einen Kompromiss geeinigt und dabei unter anderem den Weg für den Aktionsplan von Justizministerin Annelies Verlinden freigemacht.

"Das allerdings mit dem faulsten Kuhhandel seit Langem", giftet Le Soir in seinem Leitartikel. Die Methode kann man wie folgt zusammenfassen: Man demütigt die Justizministerin und mit ihr auch ihre Partei, indem man eine Entscheidung durchsetzt, die sie bislang abgelehnt hat. Gemeint ist der Einsatz von Soldaten im Straßenbild. Und am nächsten Tag gibt man dann der verärgerten Ministerin scheinbar das, was sie will, und sorgt über das Timing dafür, dass sie in den Abendnachrichten glänzen kann. Und dann sind alle wieder glücklich. Dabei fällt gar nicht auf, dass die angebliche Einigung im Großen und Ganzen aus heißer Luft besteht. Um mal einen Begriff zu bemühen, den Premier De Wever geprägt hat: Das ist die Methode "stinkendes Kamel".

Auf Rosen gebettet

La Libre Belgique sieht das ähnlich, wenn auch ohne Kamel. "Was für ein unwürdiges Tauschgeschäft", wettert das Blatt. Klar: Insbesondere in der belgischen Politik ist es nicht unüblich, dass man umstrittene Dossiers "verkoppelt". Der Kompromiss, der am Ende dabei herauskommt, der besteht aus einem allgemeinen "Geben und Nehmen". Im vorliegenden Fall hat sich diese sehr belgische Mechanik aber als toxisch erwiesen. Denn in der Waagschale lagen viel zu gravierende Probleme. Es kann nicht sein, dass Fragen der inneren Sicherheit oder die Bekämpfung menschenunwürdiger Verhältnisse durch ein solches Pokerspiel blockiert werden. Hier wurden die Grenzen des belgischen Kuhhandels erreicht.

"In jedem Fall konnten alle Beteiligten noch einmal einen Erfolg gebrauchen", glaubt De Standaard. In letzter Zeit hatte die Regierung De Wever doch gehörig Sand im Getriebe. Stichwort "stinkendes Kamel". Ob die neuerliche Einigung jetzt vielleicht Vorbote ist für einen neuen Elan innerhalb der Arizona-Koalition, das bleibt abzuwarten. Einem kann es egal sein. Ob die Koalition nun einen zweiten Atem bekommt oder doch auf ein Riff aufläuft: Bart De Wever ist immer der Gewinner. Mit MR und Les Engagés kann er sozialwirtschaftliche Reformen durchziehen. Mit der PS, die nach vorgezogenen Neuwahlen wohl wieder unumgänglich würde, wäre eine neue Staatsreform machbar. De Wever ist aktuell also auf Rosen gebettet.

Roger Pint

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