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Die Presseschau von Freitag, dem 6. März 2026

06.03.202610:03
Feuer in Haret Hreik, einem Vorort von Beirut, nach einem israelischen Luftangriff
Feuer in Haret Hreik, einem Vorort von Beirut, nach einem israelischen Luftangriff (Bild: Ibrahim Amro/AFP)

Der Iran-Krieg hat sich jetzt auch auf den Libanon ausgeweitet. Die Leitartikler haben in dieser Hinsicht nicht nur gewisse Vorbehalte, sondern stellen sich zum Teil deutlich hinter dem standhaften spanischen Premier Pedro Sánchez. Es geht aber auch um die belgischen Touristen, die in dieser Region festsitzen.

"Israel droht, Beirut in ein zweites Gaza zu verwandeln", titelt De Standaard. "Die Libanesen flüchten in Massen vor den israelischen Bomben", so die Schlagzeile von Gazet Van Antwerpen. "Exodus aus Beirut", so formuliert es lapidar Het Nieuwsblad. Het Laatste Nieuws setzt eine Zahl drauf: "800.000 Libanesen auf der Flucht", schreibt das Blatt auf Seite eins.

Im Nahen Osten gibt es jetzt definitiv eine zweite Front. Israel verschärft seine Angriffe auf das Nachbarland Libanon. Ziel ist die schiitische Hisbollah-Miliz, die ja mit dem Iran verbündet ist.

"Dieser Krieg von Trump und Netanjahu, das kann nicht unser Krieg sein", ist Le Soir in seinem Leitartikel überzeugt. Kein Zweifel: Das Regime in Teheran ist grausam und menschenverachtend. Und man kann seinen Sturz wirklich regelrecht herbeisehnen. Diese tiefe Überzeugung darf uns aber nicht zu der Schlussfolgerung verleiten, dass der Zweck die Mittel heiligt. Erst recht darf man das völkerrechtswidrige Vorgehen der Amerikaner und Israelis nicht als "unseren Krieg" bezeichnen. Und doch sind einige in diese Falle getappt, die sogar all jene, die Kritik an der amerikanisch-israelischen Offensive üben, quasi schon der Kollaboration mit dem Mullah-Regime bezichtigen. Deswegen nochmal zum Mitschreiben: Dieser Krieg ist nicht unser Krieg. Weil er ohne internationales Mandat geführt wird. Weil insbesondere Donald Trump keine plausiblen Motive anführen konnte. Weil eben dieser Donald Trump offensichtlich das Völkerrecht seinem Willen, oder schlimmer seiner Moral unterordnen will. Und weil dieser Krieg letztlich buchstäblich die ganze Welt ins Chaos zu stürzen droht.

"Das Völkerrecht gilt nicht nur dann, wenn's gerade passt"

"Das Völkerrecht gilt nicht nur dann, wenn's gerade passt". Betont auch De Standaard. Das gilt letztlich auch für unseren eigenen Premier Bart De Wever. Der weigerte sich auch gestern im Parlament wieder, den Krieg gegen den Iran als völkerrechtswidrig zu verurteilen. In Davos hatte er sich aber noch auf eben dieses Völkerrecht berufen, als er Trumps Besitzansprüchen auf Grönland eine klare Absage erteilte. Doch so infam und gewalttätig das iranische Regime auch sein mag, das macht das Völkerrecht nicht plötzlich zu einem theoretischen Hobby emeritierter Rechtsgelehrter. Es ist und bleibt das Fundament des demokratischen Dialogs. Insbesondere von De Wever hätte man erwartet, dass er das genauso sieht.

Auch Het Belang van Limburg kann nur feststellen, dass die jüngsten Ereignisse auch die belgische Politik kräftig durchschütteln. Bei der gestrigen Plenarsitzung der Kammer war die Stimmung spürbar angespannt. Der MR-Vorsitzende Georges-Louis Bouchez feuerte mal wieder eine Breitseite auf die linken Parteien ab, denen er unterstellte, sie stünden letztlich auf der Seite des Iran. Eben die linken Parteien stimmten ihrerseits ein Loblied auf den spanischen Premier Pedro Sánchez ein. Der hatte ja den Amerikanern die Nutzung von Militärstützpunkten in seinem Land im Rahmen ihrer Kriegslogistik verweigert. Auch innerhalb der Koalition zeigten sich wieder mal die altbekannten Bruchlinien zwischen dem linken und dem rechten Arizona-Flügel. Premier Bart De Wever gab seinerseits den Realpolitiker und verzichtete ansonsten auf große Erklärungen. An die iranische Zivilbevölkerung hat dabei leider niemand gedacht.

Wir brauchen Menschen, die den Mut haben, aufzustehen

De Morgen hebt seinerseits auch die Rolle von Pedro Sánchez hervor. Der spanische Regierungschef hatte den Mut, den USA gegenüber "Fuck you" zu sagen. Er verweigert also die Gefolgschaft. Und er nannte dabei Ross und Reiter, sprach von einem "illegalen Angriff", der die Welt in eine Kriegsspirale zu stürzen droht. Die Föderalregierung nahm demgegenüber wieder einen typisch belgischen Wischiwaschi-Standpunkt ein. Der standhafte Pedro Sánchez ist da ein brotnötiges Gegengift gegen die Unterwürfigkeit der meisten anderen westlichen Vertreter. In diesen Zeiten, in denen neue Imperialisten das Völkerrecht mit Füßen treten, brauchen wir Menschen, die den Mut haben aufzustehen.

"Die Weltwirtschaft schaut zitternd auf den Iran-Krieg", bemerkt derweil De Morgen auf Seite eins. "Die Preisexplosion ist schon da!", beklagt ihrerseits La Dernière Heure. Vor allem die Energiepreise gehen derzeit regelrecht durch die Decke. Doch beschäftigen sich auch einige Zeitungen weiter mit den Belgiern, die noch in der Golf-Region festsitzen. Die sollen ja jetzt mit einer aufwendigen Operation nach Belgien zurückgeholt werden.

Steuern dienen dem Allgemeinwohl

"Die Reaktion von einigen dieser Landsleute ist allerdings typisch belgisch", kann Het Nieuwsblad nur feststellen. Eigentlich müssten diese Touristen doch dankbar sein, dass man sie in Sicherheit bringt. Stattdessen motzen sie. Einige dieser Leute bezeichneten etwa die Tatsache, dass sie 600 Euro für ihre Rückführung zahlen müssen, als skandalös. Mit Verlaub, aber das sind Luxus-Probleme. Angefangen damit, dass sich diese Touristen die Probleme selbst gesucht haben. Spätestens seit dem 12-Tage-Krieg Mitte letzten Jahres wusste man, dass das Risiko eines gewaltsamen Konflikts bestand. "Wir bezahlen doch schließlich Steuern", wird da als Argument angeführt. Nun, diese Leute haben offensichtlich immer noch nicht verstanden, dass Steuern eben dem Allgemeinwohl dienen. Und nicht zur Regelung privater Probleme.

"Der Staat ist kein Reisebüro"

Das GrenzEcho sieht das genauso: "Der Staat ist kein Reisebüro", meint das Blatt. Die Klagen mancher gestrandeter Belgier wirken bisweilen erstaunlich entrückt. Natürlich hat der Staat die Pflicht seine Bürger zu stützen. Doch selbst Fürsorge kennt Grenzen. 600 Euro für eine Rückreise, das ist weiss Gott nicht exorbitant. Dass sich die Lage im Nahen Osten zuspitzen könnte, das gehörte in den vergangenen Monaten nicht gerade zu den bestgehüteten Geheimnissen der Weltpolitik.

In einem Punkt haben die gestrandeten Touristen aber recht, gibt L'Avenir zu bedenken: Das Außenministerium hatte keine Reisewarnung für die Golfemirate ausgegeben. Das gilt im Übrigen für alle europäischen Länder. Davon abgesehen bleibt aber ein finanzieller Beitrag von 600 Euro absolut legitim. Für die Betroffenen hätte das weitaus teurer werden können. Hier zeigt sich noch einmal: Tourist zu sein, das hat noch nie bedeutet, ohne Risiko zu reisen.

Roger Pint

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