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Die Presseschau von Samstag, dem 28. Februar 2026

28.02.202609:37
Proximus Logo (Illustrationsbild: Eric Lalmand/Belga)
Proximus Logo (Illustrationsbild: Eric Lalmand/Belga)

Der wegen der KI angekündigte Stellenabbau bei Proximus sorgt auch bei den Leitartiklern für Besorgnis. Auch die Serie von Rückschlägen der Arizona-Koalition wird weiterhin thematisiert. Jüngstes Beispiel ist die gescheiterte Reform des Verfassungsgerichtshofs.

"Soziales Erdbeben bei Proximus wegen der Künstlichen Intelligenz", titelt Le Soir. "Der neue Konzernchef geht mit dem eisernen Besen durch Proximus", so die Schlagzeile von De Tijd. "Aber er überzeugt die Finanzmärkte nicht", bemerkt L'Echo auf Seite eins.

Proximus hat gestern angekündigt, bis 2030 1.200 Arbeitsplätze abzubauen. Begründet wird die Maßnahme unter anderem damit, dass die KI künftig mehr Aufgaben übernehmen kann. Nach der Ankündigung der Neuausrichtung des Telekomunternehmens durch den neuen Geschäftsführer Stijn Bijnens brach der Kurs der Proximus-Aktie an der Brüsseler Börse um knapp 16 Prozent ein.

KI-Revolution: Wo bleiben visionäre Politiker?

Proximus ist ein Zeichen an der Wand, meint sinngemäß L'Avenir in seinem Leitartikel. Die jüngste Entwicklung steht symbolisch für die wohl größte Herausforderung unserer Zeit: die Ersetzung des Menschen durch Künstliche Intelligenz. Derlei Umbrüche sind freilich nichts wirklich Neues: Seit Jahrhunderten entwickelt der Mensch Technologien, die in der Lage sind, einen Teil der menschlichen Arbeit zu übernehmen. Jede dieser technologischen Revolutionen verspricht das Gleiche: weniger Plackerei, mehr Wohlstand. Das galt für die Dampfmaschine, den Webstuhl und auch für die Informatik. Die Künstliche Intelligenz passt in diese Entwicklung, allerdings sorgt sie jetzt für existentielle Ängste. Denn hier ersetzt die Maschine nicht mehr nur die Arme, sondern auch die Gehirne. Hier stellt sich fast schon eine philosophische Frage: Welche Bedeutung hat künftig noch die menschliche Arbeit? Unsere aktuellen Gesellschaften sind auf diese Revolution nicht vorbereitet. Wir sollten dringend darüber nachdenken, bevor die KI das auch übernimmt.

Le Soir schlägt exakt in dieselbe Kerbe. Das wirkliche Neue an diese KI-Revolution ist, dass sie vor allem den tertiären, also den Dienstleistungssektor betrifft. Sie bedroht nicht mehr die Menschen im Blaumann, sondern die mit den weißen Krägen. Angesichts der sich schon jetzt abzeichnenden Umwälzungen träumt man eigentlich von visionären Politikern. Ziel ist es nicht, den Fortschritt aufzuhalten, denn das ist bekanntermaßen unmöglich. Nur muss unser Gesellschaftsmodell jetzt dringend neuausgerichtet werden, um die Auswirkungen vorwegzunehmen und dadurch abzufedern. Visionäre Politiker, die suchen wir allerdings seit Jahrzehnten vergeblich. Dabei darf es aber nicht bleiben. Denn diesmal geht es um nicht weniger als die Zukunft unserer Demokratien. Soziales Elend produziert nämlich Wut. Und die gipfelt häufig in politischen Abenteuern, die alles sind nur nicht intelligent.

Zeit für eine wirkliche Strategie, auch bei Proximus

Die Wirtschaftszeitung De Tijd stellt sich weniger philosophische, sondern erstmal betriebswirtschaftliche Fragen. Den Jobabbau mit dem KI-Argument zu begründen, das ist allenfalls die halbe Wahrheit. Längst ist deutlich, dass ein Teil des Proximus-Personals durch die neuen Entwicklungen abgehängt wurde und eigentlich gar nicht mehr geeignet ist. Und das ist nur eine von vielen Fehlentwicklungen in jüngster Zeit. Viele dieser Probleme erklären sich durch die nach wie vor zu ausgeprägte Präsenz des Staates in den Proximus-Strukturen. Der ist nach wie vor bekanntermaßen Mehrheitsaktionär. Und das Einzige, was diesen Staat letztlich interessiert, das sind saftige Dividenden. Genau diese Erwartungshaltung kollidiert aber oft mit der Börsenlogik, der die Geschäftsleitung folgen muss. Und deswegen haben die Anleger gestern Proximus abgestraft. Der Staat muss dringend aufhören, Proximus als reine Melkkuh zu betrachten und muss der Direktion freie Hand geben.

Proximus steht aber symbolisch für ein noch ganz anderes Problem, analysiert L'Echo. In dieser Woche wurde ja auch das belgische Unternehmen SYENSQO an der Brüsseler Börse brutal abgestraft. In beiden Fällen ist die Botschaft der Anleger die gleiche: Sie vermissen eine wirkliche Strategie. Die Zeiten, in denen man einfach Arbeitsplätze abbauen musste, um die Börsen zufrieden zu stellen, die scheinen jedenfalls vorbei zu sein. Was die Investoren sehen wollen, das ist auch eine Antwort auf die Frage, wie sich das betreffende Unternehmen gerade in den heute so volatilen Zeiten positionieren will. Nur eine klare Vision schafft Vertrauen.

Der Vorwurf eines "gouvernement des juges"

Einige Zeitungen beschäftigen sich aber weiter mit den jüngsten politischen Rückschlägen, die die Arizona-Koalition erlitten hat.

Nach dem Staatsrat und dem Rechnungshof hat nun also auch der Verfassungsgerichtshof Fundamentalkritik an den einzelnen Maßnahmen der Koalition geübt, konstatiert De Morgen. Nach der Mehrwertsteuer- und Pensionsreform muss die Regierung auch bei der Asylpolitik nachbessern. Besagter Verfassungsgerichtshof wurde aber am Donnerstag zu einem weiteren Symbol des Scheiterns: Für die geplante Reform der Institutionen gab es im Plenum der Kammer nicht die erforderliche Zweidrittelmehrheit. Die Opposition sah hier den geradezu trumpischen Versuch der Regierung, sich den Verfassungsgerichtshof gefügig zu machen. Das allerdings war im vorliegenden Fall falsch. Es ging lediglich darum, dafür zu sorgen, dass die Richter am Verfassungsgerichtshof künftig eine juristische Ausbildung vorweisen können und mindestens zwei Landessprachen beherrschen. Dass die Opposition das ablehnt, das ist schlichtweg unbegreiflich.

Het Belang van Limburg sieht das genauso. Klar: Der Ursprungsverdacht kommt nicht von ungefähr. Insbesondere die N-VA hat in den letzten Jahren ein ums andere Mal Fundamentalkritik an der Justiz geübt, sprach von "aktivistischen Richtern", sogar von einem "gouvernement des juges", einer Richterherrschaft. Kein Wunder also, dass die Opposition bei der Reform des Verfassungsgerichtshofes den Versuch der Einflussnahme vermutete. Dass man allein deswegen am Ende eine logische und noch dazu dringend nötige Reform blockiert, das mag ein Omen sein. Man sollte jedenfalls nicht darauf wetten, dass am Ende tatsächlich der Senat abgeschafft wird.

De Wevers Kredit ist bald aufgebraucht

Die jüngste Serie von Rückschlägen wird für die Regierung De Wever langsam aber sicher zu einem ernsthaften Problem, warnt Het Nieuwsblad. Im Moment kann es wirklich so aussehen, als bekomme diese Koalition nichts mehr auf die Reihe. Fast alle angestoßenen Reformen hängen aufgrund von Einwänden von Kontrollinstanzen ganz oder teilweise im luftleeren Raum. Und jetzt scheitert sogar die Reform des Verfassungsgerichtshofes, über die man doch eigentlich gar nicht nachdenken muss. Bart De Wevers Kredit ist bald aufgebraucht. Er selbst, der für seine treffenden Analysen bekannt ist, dürfte das auch spüren. Nur brauchen wir jetzt keinen zielsicheren Beobachter, der von der Seitenlinie aus die Situation hervorragend auf den Punkt bringt. Nein, wir brauchen jetzt jemanden, der genauso hervorragende Kompromisse finden kann. Denn auch De Wever wird am Ende nicht an seinen Analysen, sondern nur an seinen Ergebnissen gemessen.

Roger Pint

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