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Die Presseschau von Freitag, dem 23. Januar 2026

23.01.202610:01
EU-Flaggen
Illustrationsbild: Jonas Hamers/Belga

Die Spannungen zwischen Europa und den Vereinigten Staaten bleiben das große Thema, auch für die Zeitungen: Unter anderem geht es natürlich wieder um Grönland. Aber auch Trumps neuer "Friedensrat" wird kommentiert. Vor allem aber steht weiter die Frage im Fokus, wie Europa mit den Vereinigten Staaten umgehen soll.

"Trumps Kehrtwende: Euphorie in Europa, aber wie lange?", titelt Het Nieuwsblad. "Europas Führer besprechen in Brüssel neuen Kurs", schreibt Het Belang van Limburg. "Die 27 definieren ihre Linie gegenüber Trump neu", so L'Echo. "Europäer suchen neue Antworten auf Trump – überraschende Deeskalation: 'Souveränität ist rote Linie'", liest man beim GrenzEcho. "Trump-Schock verstärkt die Erkenntnis, dass die EU 'es allein schaffen muss'", ist der große Aufmacher bei De Standaard.

Die Suppe in Davos ist dann doch nicht so heiß gegessen worden, wie Trump sie serviert hat, fasst Het Laatste Nieuws in seinem Leitartikel zusammen. Dank Feuerwehrmann und Trump-Flüsterer vom Dienst Mark Rutte, dem Chef der Nato. Allerdings bleibt der Grönland-Deal sehr vage. Einige Kritiker sagen zwar, dass das wieder ein Fall von "TACO" war, von "Trump always chickens out", dass Trump also wie immer nachgibt, wenn er auf Widerstand stößt. Aber ist das wirklich so? Schließlich kann er neue Waffensysteme auf Grönland platzieren und die Vereinigten Staaten bekommen mehr Zugang zu den dortigen Rohstoffen. De facto ist das eine feindliche Übernahme der europäischen Versorgungslinien für seltene Mineralien. Also kein wirklicher Grund zum Feiern für Europa. Dann wird auch gesagt, dass mit dem Deal die akute Bedrohung der Nato vom Tisch wäre. Aber diese Gefahr ist alles andere als gebannt. Was, falls Trump doch aus der Nato austritt? Dann wäre Grönland de facto besetzt, warnt Het Laatste Nieuws.

Europa untergräbt die eigene Glaubwürdigkeit

Erleichterung? Abwarten!, scheint La Libre Belgique in die gleiche Kerbe zu schlagen: Die wichtigsten Fragen, nämlich die der Souveränität und der territorialen Unversehrtheit Grönlands, sind noch gar nicht angeschnitten worden. Außerdem ist und bleibt Trump unberechenbar. Und das Ganze unterstreicht einmal mehr die Abhängigkeit Europas von den Amerikanern – nicht nur militärisch, sondern auch in puncto Wirtschaft, Energie und Technologie. Was wenn Google, Mastercard, Visa und Starlink die Europäer abschneiden, weil Trump das will? Unser Alltag würde unmittelbar und brutal auf den Kopf gestellt. Oder wenn Trump uns die Gaszufuhr übers Meer abschneidet? Angesichts der Tatsache, dass sich Europa mit Russland bereits einem großen Sicherheitsrisiko gegenübersieht, wäre es gut beraten, sich auf die schlimmsten Szenarien vorzubereiten. Europa muss in verschiedenen wichtigen Bereichen strategisch autonom werden – und zwar schnellstmöglich, fordert La Libre Belgique.

Wenn Davos eines bewiesen hat, dann, dass Europa ranklotzen muss, um seinen geopolitischen Status zu verbessern, kommentiert De Tijd. Unter anderem die EU-Kommissionsvorsitzende Ursula von der Leyen hat es wieder gesagt: Europa darf sich nicht länger an die Vereinigten Staaten klammern, es muss neue Allianzen suchen. Als Beispiele nannte von der Leyen das Mercosur-Handelsabkommen und einen bevorstehenden Deal mit Indien. Aber da hat ihr das Europäische Parlament einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht, eine Mehrheit der Abgeordneten hat dafür gestimmt, dass sich der Europäische Gerichtshof mit Mercosur befassen soll. Damit hat das Parlament das falsche Signal zur falschen Zeit gegeben. Statt neue Allianzen zu schmieden, schreckt Europa damit potenzielle Verbündete ab und untergräbt die eigene Glaubwürdigkeit, wettert De Tijd.

Trumps "Friedensrat"

Seitdem Trump an der Macht ist, gleicht die Geopolitik einer schlechten Realityshow, stöhnt Le Soir. Eine Farce, die umso unwürdiger und unerträglicher ist, weil hier mit den Leben und Schicksalen von Menschen und ganzen Völkern gespielt wird – das russische Roulette ist zu einem amerikanischen geworden. Premier Bart De Wever hat Recht, wenn er fordert, dass Europa endlich aufwachen muss, wenn es nicht zum Sklaven werden will. Wir müssen uns wirklich zusammenreißen, es gibt keinen anderen Ausweg. Weder Nostalgie noch Lähmung noch Schreckstarre werden uns retten. Im Gegenteil, sie werden uns begraben, so Le Soir.

L'Avenir beschäftigt sich mit dem von Trump in Davos aus der Taufe gehobenen "Friedensrat": Rund 20 Staaten haben seinen neuen Vertrag schon unterzeichnet, vor allem aus dem Nahen Osten. Plus übliche Verdächtige wie Argentinien und Ungarn. Trump inszeniert sich damit mehr denn je als "Friedensmacher". Und das, obwohl er bisher noch nicht wirklich viel Frieden gebracht hat. Er vergisst natürlich auch den monetären Aspekt nicht: Wer permanentes Mitglied in seinem Friedensrat werden will, muss eine Milliarde Dollar auf den Tisch legen. Es ist schwierig, in dem Unterfangen etwas anderes zu sehen, als einen Versuch, sich zum Herrscher der Welt aufzuschwingen, meint L'Avenir.

Die Clown-Show von Davos

Was Grönland betrifft, hat Trump also zumindest vorläufig den Schwanz eingezogen, resümiert Het Nieuwsblad. Aber dafür hat er seinen Friedensrat vorgestellt. Eine Organisation, die möglicherweise langfristig sogar die Vereinten Nationen ersetzen soll. Aufschneiderei sind wir vom amerikanischen Präsidenten mittlerweile ja zu Genüge gewohnt. Das Ganze könnte auch einfach als lachhaft abgetan werden – wenn die Worte nicht aus dem Mund des mächtigsten Mannes der Welt kommen würden. Der benimmt sich noch immer wie ein Immobilienmagnat aus New York. Und niemand scheint ihn aufhalten zu können, konstatiert Het Nieuwsblad.

Während Trumps Eskapaden sämtliche Energie der politisch Verantwortlichen und auch die Aufmerksamkeit der Medien in Anspruch nahm, wurde die dringende Ukraine-Frage in Davos wieder stiefmütterlich behandelt, prangert De Standaard an. Das tut mehr als weh, weil die ukrainische Bevölkerung muss den härtesten Winter seit Beginn der großangelegten russischen Invasion überleben. Anstatt das amerikanisch-europäische Bündnis zu kitten und sich für die schwer getroffene Ukraine einzusetzen, sät Trump lieber weiter Zwietracht und Verwirrung in Europa. Davos begann als Trump-Clown-Show. Und es endete als Trump-Clown-Show. Während die frierenden Ukrainer aus den Kulissen zuschauen mussten, empört sich De Standaard.

Boris Schmidt

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