5 Kommentare

  1. Die herrschende Meinung ist immer die Meinung der Herrschenden. Wer die materielle Macht hat, ist zugleich die herrschende geistige Macht. Wer war das vor „Big Tech“?

  2. Danke für den Kommentar Herr Pesch.
    Ist eine gute Diskussionsgrundlage.

    Wenn Zeitungen dicht machen, ist das für mich kein Zeichen von Demokratieschwäche, sondern dass betreffende Zeitungen nicht mehr rentabel sind.

    Gewiss Zeitungen verschwinden.Nur es kommen dafür andere neue Medien wie Foren, YouTube-Kanäle etc.Die Vielfalt bleibt.Wird sogar noch größer.

    Die Demokratie in den westlichen Ländern hat sich selbst geschwächt. Wenn Parteien in der DG nur Akademiker bevorzugen für politische Ämter, hat das nichts mit Jeff Bezos zu tun.

  3. Demokratie stirbt im Westen auch an Gleichgültigkeit und Bequemlichkeit. Erst wenn man es konkret zu spüren bekommt, wenn es aber schon zu spät ist, dann wird Otto-Normalbürger tätig... Niemöller's "Als sie mich holten gab es keinen mehr, der protestieren konnte" lässt grüßen.

    Man kann das Privileg und Recht, dass wir in der DG öffentlich-rechtliche und private Medien in deutscher Sprache haben gar nicht genug schätzen und schützen!

    Hier ist der gesunde politische Streit um die besten Ideen in respektvollem Umgang noch möglich. Auf den Big-Tech-Platformen geht es nur noch um Klicks, Hass, Polemik, ohne jeglichen Willen zum Kompromiss - nur die eigene absolute Meinung zählt. Für einen sinnvollen, menschlichen und zukunftsorientierten Dialog völlig unbrauchbar.

    An dieser Stelle sei auch eine Lanze gebrochen für die Amtsträger in der DG, die in ihrer Mehrheit und trotz Pöbeleien, Anfeindungen und dergleichen unsachlichen Ausdrucksweisen, gute Arbeit leisten und kompetent sind - kompetent u.a. aufgrund akademischer Titel...

  4. Gegen unsere Vertreter unserer Kleinen, aber feinen und kultiviert-zivilisierten DG ist nichts Schwerwiegendes einzuwenden.

    Normal Pros und Cons, doch im Rahmen des menschlich Machbaren.

    "Wenn Parteien in der DG nur Akademiker bevorzugen für politische Ämter"

    Prinzipiell kann ich für einen Expertenrat unserer DG maximal-machbares Vertrauen ausbauen, wenn in der Tat kompetenten bereits jetzt vorhandenen Akademikern auch ergänzend Vertreter aus der Handwerks-Innung, Landwirte und Kleinunternehmer hinzugefügt werden.

    Auf meinen Vorredner will ich entsprechend konstruktiv-denkend zustimmen.

  5. Den "Ausverkauf der Demokratie" gibt es eigentlich nicht.Wird nur so wahrgenommen von Zeitgenossen, die den ständigen Wandel der Dinge als etwas unnatürliches betrachten.Der Zeitgeist ändert sich ständig.

    Das Schliessen von Zeitungen sollte man nicht als Demokratieindikator nehmen, sondern das Wahlverhalten.Warten wir mal ab, wie die Amerikaner im November wählen.Gut möglich, dass Trump einen Dämpfer bekommt.

    Es ist doch vollkommen normal, dass die Wähler jetzt mehr "rechts" wählen.Die Linken haben Probleme gemacht und nicht gelöst.