AS Eupen: Wie aus dem hässlichen Entlein ein schöner Schwan wurde – Ein Kommentar

Wir haben Anfang März und wissen bereits jetzt, dass die AS Eupen auch in der nächsten Spielzeit wieder in der 1. Division A spielen darf. Standard Lüttich, Anderlecht, FC Brügge, Gent und Genk werden auch im kommenden Jahr wieder an den Kehrweg reisen müssen. Anders als nach der Saison 2010/2011 geht das ostbelgische Fußball-Märchen in die Verlängerung.

BRF-Redakteur Christophe Ramjoie

BRF-Redakteur Christophe Ramjoie

Die Geschichte der AS Eupen gleicht in den letzten Jahren immer mehr dem Märchen „Das hässliche Entlein“ des Dänen Hans Christian Andersen. Nach dem ersten Aufstieg 2010 waren die Schwarz-Weißen noch das „hässliche Entlein“, mit dem niemand spielen wollte. Die Ausfahrt zu weit, der Fußball zu schwach, die Zuschauerzahl zu niedrig.

Rund 3.800 Zuschauer im Schnitt wollten sich im ersten Jahr der Erstdivisionszugehörigkeit die Spiele im Eupener Kehrwegstadion anschauen. Die Fans der AS Eupen fühlten sich oft missverstanden und unfair behandelt. Von einer Verschwörung gegen die Ostbelgier war hinter vorgehaltener Hand sogar die Rede.

Danach kam der tiefe Fall und das hässliche Entlein fand nach einer Zwischenstation mit einem deutschen Investor endlich den Bauern, in Form der Aspire Academy, der das hässliche Entlein aufgepeppelt hat.

Es hat ein wenig Zeit gebraucht, ehe man festgestellt hat, dass das hässliche Entlein, doch ein ganz schöner Schwan ist, der auch Fußball spielen kann. Die Kritiker und Fußball-Analysten waren vom dem schönen jungen Schwan in der 1. Division A begeistert und drei Spieltage vor Schluss hat die Mannschaft auch den Klassenerhalt geschafft.

Die Begeisterung bei den Fans hält sich aber in Grenzen, denn im Schnitt kamen mit 3.500 Zuschauern rund 300 Zuschauer weniger zu den oftmals sehr attraktiven Begegnungen ins Eupener Kehrweg-Stadion.

Der Eupener Schwan muss nun im zweiten Jahr weitere Überzeugungsarbeit leisten, um auch langfristig mit den anderen Schwänen im großen Teich mithalten zu können.

Christophe Ramjoie

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