Einer der prägenden Wegbereiter des Hip-Hop ist tot: Der US-Musiker Afrika Bambaataa, bürgerlich Lance Taylor, ist im Alter von 68 Jahren gestorben. Der Musiker litt an Prostatakrebs.
Bambaataa gehörte zu den Schlüsselfiguren des Hip-Hops in den 1970er und 1980er Jahren. Mit "Planet Rock" schrieb er 1982 einen weltweiten Hit. Der in der New Yorker Bronx geborene Bambaataa wuchs in einer Sozialbau-Siedlung auf. Anfang der 1970er Jahre organisierte er Block-Partys in der Bronx, später gründete er die Universal Zulu Nation. Ziel der Organisation war es, Jugendliche von Gewalt abzubringen und Hip-Hop als Bewegung für Frieden und Einheit zu etablieren.
Sein späteres Leben wurde von schweren Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs überschattet. Mehrere Männer beschuldigten ihn laut Medienberichten, sie in jungen Jahren sexuell missbraucht zu haben. Bambaataa wies die Vorwürfe stets zurück. 2016 distanzierte sich die Universal Zulu Nation von ihrem Gründer und entschuldigte sich bei mutmaßlichen Opfern.
dpa/vk