Erster „International Low Vision Song Contest“

Einen Tag vor dem ESC-Finale in Rotterdam geht schon am Freitagabend ein ganz anderer Musikwettbewerb über die Bühne: Blinde und sehbehinderte Menschen aus 17 Ländern stellen ihre Songs beim ersten International Low Vision Song Contest (ILSC) vor.

Blinder Gitarrist

Illustrationsbild: © Bildagentur PantherMedia/Desihn Pics

„Low Vision“ steht international für „Sehbehinderung“. Voraussetzung für die Teilnahme am Wettbewerb ist, dass Text oder Musik des Liedes von einer Person mit Seheinschränkung geschrieben wurde. Auch zu den Interpretinnen und Interpreten eines Songs muss immer mindestens ein blinder oder sehbehinderter Mensch gehören.

Die Show wird auf YouTube gestreamt, der beste Song wird per Online-Voting ermittelt. Live dabei sein wird die sehbehinderte nordirische Sängerin Andrea Begley, Gewinnerin von „The Voice UK“ 2013. Startenor Andrea Bocelli hat eine Videobotschaft mit Gesang angekündigt.

Bei der Online-Veranstaltung sind die unterschiedlichsten Stilrichtungen vertreten – vom polnischen Acoustic Song und dem eindringlichen Sprechgesang einer Britin über belgischen Hip-Hop bis zu Folk-Pop aus Bulgarien und Zypern. Dabei steht die optische Präsentation im Hintergrund, die eigentlichen Stars sind die Songs blinder und sehbehinderter Künstler. Für Belgien geht Beljam mit dem Song „Keep it up“ ins Rennen.

Der Livestream startet um 19:00 Uhr unter www.dbsv.org/ilsc

ar