„Zwischen den Welten“: Pur live in Köln

Auch viele Ostbelgier traf man am Mittwoch in Köln: Pur live im Rahmen ihrer Arena Tour 2018. Die "Zwischen den Welten"-Tour läuft schon seit fast drei Wochen und die Lanxess-Arena war die drittletzte Station - es folgen noch Hamburg und Berlin.

Das Konzert begann in zwei Punkten ungewöhnlich. Zuerst ein Gruß aus der Garderobe von Hartmut Engler mit der Empfehlung an 17.000 Fans in der Lanxess-Arena: „Habt Spaß, wir freuen uns auf Kölle!“ Anschließend nicht minder ungewöhnlich: der erste Song „Freunde“ als Akkustik-Version bei noch eingeschalteter Hallenbeleuchtung.

Wie gewohnt, gab es auch dieses Mal wieder eine Mittelbühne für den charismatischen Frontmann und seine sechs Tourmusiker – eingerahmt von stimmungsvoller Lichtshow sowie Konfettikanonen und Videowürfel-Lichtspielen.

Das neue Album heißt „Zwischen den Welten“ und war quasi Motto des Abends: „Wir springen hin und her zwischen alten Hits und neuen Stücken aus der ganzen Bandgeschichte“, sagt Engler.

Bei den alten Hits – von „Lena“, „Ich lieb Dich“ über „Prinzessin“ und „Indianer“ bis zu „Funkelperlenaugen“- singen naturgemäß viel mehr Menschen mit als bei den neuen Stücken. Als kleines Extra hatte die Band einige dieser Stück neu arrangiert oder in ein Medley gepackt.

Emotional wird es, als Engler den Song „Freund und Bruder“ dem seit zweieinhalb Jahren an Krebs erkrankten Gründungsmitglied Ingo Reidl, der auf dieser Tournee weiter fehlt, widmet.

Der erste Überraschungsgast sorgt für ein erstes Highlight: „Wenn sie diesen Tango hört“ singt Engler im Duett mit Rocker und „Sing meinen Song“-Kumpel Daniel Wirtz.

Nach über 25 Jahren leider immer noch aktuell: „Neue Brücken“ und der Anti-Nazi-Song „Bis der Wind sich dreht“. Auf die klaren Texte folgt die klare Ansage. „Diese Songs sind über 25 Jahre alt. In der ganzen Zeit dachten wir, hoffentlich können wir die irgendwann einfach weglassen, aber das ist nicht so“, erklärt Engler. „Ein Rechtsruck geht durch ganz Europa. Populisten lügen sich durch das Netz. Das brauchen wir nicht. Unsere Art zu leben, ist friedlich, demokratisch. Das macht uns angreifbar, aber wir sind ganz viele.“

Es folgen zwei weitere Überraschungsgäste: Sternekoch Nelson Müller und Max Giesinger. Zusammen machen sie sich auf in das Land, das Pur erfunden haben und der Eintritt nur den Verstand kostet: „Abenteuerland“.

Nach fast drei Stunden und fünf Zugaben endet die Show mit einem Versprechen für den Nachhause-Weg: „Da kommt noch ganz viel, versprochen. Die nächsten Jahre auf jeden Fall noch…“

Die nächste Gelegenheit für alle Ostbelgier PUR live zu erleben ist im Rahmen der Open-Air Tour 2019: am Sonntag, 7. Juli 2019 in Eschweiler auf der Freilichtbühne.

Dany Broich

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