Elvis-Deepfake von Limburger im Finale von America’s Got Talent

Elvis lebt - wer daran je Zweifel hatte, wurde beim Finale der US-Talentshow "America's Got Talent" (AGT) eines Besseren belehrt. Da trat ein knackiger junger Elvis im Goldjackett auf. Ein Limburger war daran beteiligt.

Metaphysic bei "America's Got Talent" (Bild: Trae Patton/NBC)

Metaphysic bei "America's Got Talent" (Bild: Trae Patton/NBC)

Die gelungene Wiederauferstehung von Elvis ist nur dank einer ausgeklügelten Technik möglich, mittlerweile bekannt als Deepfake. Designt und produziert haben diesen jungen Elvis der Limburger Chris Umé und sein Partner Tom Graham, die zusammen die Produktionsfirma mit dem passenden Namen Metaphysic betreiben. Wie gut sie ihren Job können, konnte man gleich zu Beginn von Elvis‘ Auftritt hören.

Künstliche Intelligenz

Deepfake-Videos bilden mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz wirkliche Personen täuschend echt nach. Die Basis dazu sind Videoaufnahmen der Person, die nachgebildet werden sollen. Den Rest übernimmt eine intelligente Software.

Bei der kleinen Begrüßung in AGT wurde eine Computerstimme benutzt, die mithilfe von Künstlicher Intelligenz auf die echte Stimme trainiert wurde. Der Gesang in der Show stammt von einem Elvis-Imitator, der im Halbdunkel der Bühne sang und dem Fake-Elvis auf dem Saal-Bildschirm seine Stimme gab. Zusammen wirkte das absolut echt.

Metaphysic bei "America's Got Talent" (Bild: Trae Patton/NBC)

Metaphysic bei „America’s Got Talent“ (Bild: Trae Patton/NBC)

Publikum begeistert

Der Saal hat getobt, das Publikum konnte sich kaum noch auf den Stühlen halten. Das Gleiche gilt für die vierköpfige Jury, darunter Heidi Klum. Als besonderer Gag traten nämlich Fake-Versionen von allen vier Jurymitgliedern im Video auf. Das heißt, sie konnten sich selbst beim Performen zusehen und fühlten sich unübersehbar gut unterhalten von ihrem gemeinsamen Auftritt mit dem King of Rock’nRoll.

Chris Umé ist kein Anfänger auf dem Deepfake-Terrain – berühmt sind seine Tom-Cruise-Videos. Seine Motivation besteht darin, dass er die Verschmelzung von KI und Unterhaltung perfektionieren will. Perspektivisch hält er es für möglich, komplett synthetische Versionen von Künstlern auf die Bühne zu bringen – damit auch künftige Generationen noch Elvis und all die anderen Stars erleben können.

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vrt/sh