Bruce Springsteen und Barack Obama starten gemeinsamen Podcast

Sie plaudern öffentlich miteinander - über Gott und die Welt, Ehe und Politik: Bruce Springsteen und Barack Obama haben einen gemeinsamen Podcast gestartet. "Renegades: Born in the USA" heißt er, acht Folgen gibt es davon.

Barack Obama vor seiner letzten Auslandreise als US-Präsident

Barack Obama (Archivbild: Brendan Smialowski/AFP)

Bruce Springsteen und Barack Obama kennen sich schon eine ganze Weile. Und sie mögen sich. Der Altersunterschied von mehr als zehn Jahren – Obama ist 59, Springsteen 71 – spielt dabei keine Rolle. „I’m the president“, sagte Obama einmal, „but he’s the Boss“. Auch ihre beiden Ehefrauen Michelle und Patty können es augenscheinlich gut miteinander, das wird zumindest in der ersten Folge des Podcasts suggeriert.

Die beiden Männer haben sich zwischen Gitarren und Keybords in Springsteens Studio zusammengesetzt und reden einfach – so, als seien sie nach dem Essen am Küchentisch sitzen geblieben. Persönliche Dinge, Anekdoten über ihr Aufwachsen in den USA und darüber, was sie auf den ersten Blick unterscheidet: „Bruce Springsteen ist ein weißer Kerl aus einer Kleinstadt in New Jersey“, sagt Obama, „ich bin ein schwarzer Kerl mit gemischten Wurzeln, geboren in Hawaii. Er ist Rock’nRoller, ich Anwalt – nicht ganz so cool.“

Eine knappe Stunde erzählen sich die beiden Geschichten. Es werden auch politische Themen angesprochen, das Thema Rassismus zum Beispiel. Alles in allem geht es zumindest in den ersten beiden Podcast-Folgen aber locker zu, tabulos, und es wird auch gelacht. Zum Beispiel wenn Obama sich wundert, wie ein weißer Junge aus New Jersey ein „Outsider“ sein kann. „Das suchst du dir nicht aus, ob du Insider oder Outsider bist, es steckt in dir drin“, sagt Springsteen. Beide Männer waren also mal Außenseiter, „Renegades“ – wie es im Titel des Podcasts heißt. Heute sind sie es definitiv nicht mehr.

Auch wenn der Eindruck entsteht, der Zuhörer sei das Mäuschen, das unter dem Küchentisch hockt und heimlich mithört – da steckt ein großer Stab dahinter, meint der Publizist Arno Frank im Deutschlandfunk.

morgen/dpa/dlf/jp/km