Models gibt’s, die gibt’s gar nicht

Die Firma Generated Media aus den USA hat einen Katalog herausgebracht mit 100.000 Porträts von Menschen, die nicht echt sind. Künstliche Intelligenz sei dank!

Echt oder nicht?

Echt oder nicht? (Bild: Pixabay)

Das Generieren von künstlichen Gesichtern funktioniert mit einer speziellen Software, die Fotos echter Menschen auswertet und daraus dann künstliche Gesichter herstellt. Und zwar mit einem Selbstlerneffekt.

Künstliche Intelligenz ist ja fähig, gewisse Muster zu erkennen. Das sieht man zum Beispiel bei der Kamera im Smartphone, die schon erkennen kann, ob wir ein Gesicht fotografieren oder nicht.

Die neue Software der Firma Generated Media kehrt dieses Prinzip um und verwendet diese Muster, um selbst künstliche Gesichter zu erstellen.

Und es fällt tatsächlich schwer, zu erkennen, ob es sich bei den Fotos um Porträts von Menschen handelt oder um Bilder, die vollständig in einem Computer produziert wurden.

Das kann man selbst ausprobieren. Auf der Website whichfaceisreal.com (auf deutsch: welches Gesicht ist echt) werden dem User immer zwei Gesichter gezeigt, und der kann mit einem Klick entscheiden, welches Bild eine reale Person zeigt und welches nicht.

Und trotzdem: Bei vielen künstlichen Porträts kann man bei genauem Hinsehen doch die Fälschung erkennen – etwa an Haarsträhnen, die unnatürlich liegen, oder an Augen, die irgendwie unsymmetrisch wirken. Experten glauben aber, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis die Künstliche Intelligenz (KI) so gut trainiert ist, dass sie solche Fehler eigenständig beseitigen kann.

Volker Krings

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