Filmtage zum Thema Migration: „Flüchten, hoffen, leben“

"Flüchten, hoffen, leben" lautet das Motto bei den Filmtagen Mitte Oktober in Eupen. Die Kulturvereinigung Chudoscnik Sunergia organisiert dieses Projekt gemeinsam mit Info Integration, RDJ und Infotreff.

Filmtage zum Thema Migration: „Flüchten, hoffen, leben“

„Es ist natürlich das aktuellste Thema, das uns in der Welt am meisten betrifft“, so Chantal Heck von Chudoscnik Sunergia über das Thema Flüchtlinge, um deren Schicksale es bei den Filmtagen geht. Die Idee sei es unter anderem, Lebensgeschichten von geflüchteten Menschen durch Film darzustellen. „Es war uns wichtig, konkrete Beispiel zu zeigen und unterhaltsam darzubieten.“

An den beiden Filmabenden laufen jeweils zwei Filme. Neben dem Unterhaltungswert soll aber auch die Begegnung zwischen den Zuschauern nicht zu kurz kommen. Daher ist zwischen dem kürzeren Vorfilm und dem Hauptfilm Zeit für einen Austausch.

Am 15. Oktober läuft „Voices of Refugees“, der Menschen auf ihrer Flucht begleitet. Der Regisseur wird an diesem Eröffnungsabend ebenfalls anwesend sein, um einen Austausch zu ermöglichen. Im Anschluss läuft die Komödie „Nur wir drei gemeinsam“. Der französische Regisseur Kheiron erzählt im Film die Geschichte seiner Eltern, die aus dem Iran geflohen sind.

Trotz Not und Gefahren, die die Flüchtlinge in ihren Ursprungsländern und auf ihrer Flucht erleben, sollen die Filme dem Publikum Spaß machen und sowohl Erwachsene als auch Jugendliche gleichermaßen ansprechen. „Es handelt sich um zugängliche Filme“, so Heck.

Am 19. Oktober läuft der Film „Raving Iran“, der die Geschichte zweier Djs aus Teheran erzählt. „Sie können ihre elektronische Musik in ihrem Land nicht ausleben“, erklärt Heck. „Nachdem sie von einem Schweizer Musikfestival eingeladen werden, beschließen sie in Europa zu leben“. Solche Filme richten sich ganz klar an ein junges Publikum. „Wir bieten an diesem Tag auch eine Schulaufführung an, die mit einem Ausstellungsbesuch verbunden werden kann“.

Denn parallel zu den Filmtagen finden im alten Schlachthof auch thematisch verwandte Ausstellungen statt, wie zum Beispiel die Porträt-Reihe „Migranten“ des Fotografen Willi Filz. Genau wie die Filme rücken auch seine Fotografien die Erlebnisse und Hoffnungen der Menschen in den Fokus. „Es geht auch darum, das Gefühl zu bekommen, was die Flüchtlinge treibt, die Gefahren auf sich zu nehmen und noch weiter zu gehen. Und ich denke, das müssen wir uns einmal mit ein bisschen Ruhe anschauen und genau hinsehen“, findet der Fotograf.

Raffaela Schaus - Bilder: Chudoscnik Sunergia/Willi Filz

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