Theaterabende am Grenzlandtheater

Der Sonntag steht für Theaterfreunde gleich zweimal im Zeichen des Grenzlandtheaters: Sonntagabend endet die Spielzeit in Eupen, während in Aachen selbst noch ein weiteres letztes Stück der Spielzeit Premiere hat.

Eupen ist am Sonntag Außenstation für ein Schauspiel über einen einst erfolgreichen Schauspieler, der seine Familie tyrannisiert, geschrieben von dem irisch-amerikanischen Autor Eugene O’Neill, Nobel- und Pulitzerpreisträger aus dem Amerika der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts. „Eines langen Tages Reise in die Nacht“ beschreibt Leben und Leid einer in selbstauferlegten Zwängen gefangenen Familie. Das Stück am Sonntagabend im Jünglingshaus beendet in Eupen die Spielzeit.

Ein anderes Thema am Sonntag bei der Premiere in Aachen: „Das Jahr magischen Denkens“,  nach dem Roman der Amerikanerin Joan Didion. Ein Ein-Personen Stück über eine Frau, die plötzlich ihren Mann verliert, durch einen Herzinfarkt. Ein selten gespieltes Stück. Eigentlich auch ein Stück, um das Leben zu feiern, nach dem geflügelten Wort des „Carpe Diem“, sagt Intendant und, bei diesem Stück auch Regisseur, Uwe Brandt.

Dieses Stück kommt nicht mehr nach Eupen. Dafür hat man sich entschieden, weil laut Spielplan der Auftritt zu sehr in die Urlaubs- und Reisezeit fallen würde. Denn das Grenzlandtheater tourt auch nach Kerpen, Alsdorf, Stolberg, Düren, Monschau, Eschweiler und Herzogenrath.

Das Besondere an der Eupener Außenstelle: keine Stadthallenatmosphäre, sondern das stilvolle Ambiente des Jünglingshauses. Einer der engagierten Schauspieler – das Grenzlandtheater hat kein festes Ensemble, es kann sich die jeweils geeignetsten „aussuchen“ – sagte dem BRF, nach seinem Auftritt im Jünglingshaus, angenehm überrascht habe ihn der „Kammerspielcharakter“ des Hauses.

Frederik Schunck - Bilder: Kerstin Brandt