Doppel-Austellung im BRF-Funkhaus

Der BRF startet das neue Jahr mit einer Doppelausstellung von zwei frankophonen Künstlern: Luc Janetzky aus Brüssel und Serge Hendricks aus Verviers. Beide malen abstrakt, sind in ihrer künstlerischen Vorgehensweise jedoch sehr verschieden.

Serge Hendricks

Luc Janetzky, 1938 in Tienen geboren, Sohn der BRF-Gründerin Irene Janetzky, ist Kosmopolit und Lebenskünstler. Er studierte Innenarchitektur in La Cambre und verbrachte 1964 bei dem bekannten italienischen Architekten und Designer Gio Ponti in Mailand. Er interessierte sich zuerst für Grafik, stellte in Lille, Brüssel, Paris, Antwerpen und Ostende aus. Er lebte und arbeitete von 1971 bis 1990 in Washington. Janetzky beansprucht genau wie die COBRA-Gruppe „die totale Freiheit des Künstlers“.

Die kreisförmige Verarbeitung der Materalien, dynamisch und zähflüssig, charakterisiert einen abstrakten Lyriker. Der Wechsel von warmen und metallischen Farben drückt Experimentierfreudigkeit aus. Seine konzeptuellen Arbeiten unterstreichen Janetzkys abgeklärten Humor – Hosen à la Wilhelm Reich, verbrauchte Zündkerzen, Putzlappen – und sind gleichzeitig Vorreiter für die heutige Recycling-Kunst.

Luc Janetzky wurde 1974 mit dem Zweiten Preis der zeitgenössischen Malerei in Washington und 1992 mit dem Goya-Preis in Brüssel ausgezeichnet.

Serge Hendricks, 1966 in Verviers geboren, ist bodenständiger. Nach einer handwerklichen Ausbildung als Anstreicher-Dekorateur hat er die Kunstschule „Académie Royale des Beaux-Arts“ in Lüttich besucht und anschließend eine Ausbildung als Maler in Verviers abgeschlossen.

Serge Hendricks verarbeitet Landschaften, benutzt Farben großflächig und kontrastreich. In einer späteren Phase wird das Großflächige kleiner, impressionistisch und abstrakt. „Aus der Distanz erhält seine Malerei eine überraschende Tiefe“ schreibt Albert Moxhet.

Serge Hendricks hat sich 2005 und 2007 erfolgreich am euregionalen Malwettbewerb in Montzen beteiligt.

Die Doppelausstellung von Luc Janetzky und Serge Hendricks ist vom 16. Januar bis 20. Februar 2011 im BRF-Funkhaus in Eupen zu sehen: täglich von 11 bis 18 Uhr (außer samstags).

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