Kunstroute „Open Art Sunday“: Besuch im Ramirez-Maro-Institut in Hauset

Was früher die Kunstroute Weser-Göhl war, wird heute fortgesetzt als "Open Art Sunday". An jedem ersten Sonntag im Monat öffnen diverse Kulturzentren, Galerien und Künstlerateliers ihre Türen für Publikum. Insgesamt 13 Stationen umfasst die Kunstroute im Dreiländereck, darunter auch das Ramirez-Maro-Institut in Hauset.

Vater Apolo Ramirez Maro und sein Sohn Rafael Ramirez Maro (Bild: Julien Claessen/BRF)

Das Maro-Institut befindet sich in der Villa Krupp, einem geschichtsträchtigen Haus mit bekannten Vorbesitzern wie Alfried Krupp von Bohlen und Halbach. Und sogar Ex-US-Präsident Eisenhower residierte hier, erzählt der Künstler und aktuelle Besitzer des Hauses Rafael Ramirez Maro: „Da es wahrscheinlich strategisch das bestgelegene größere Haus in der Gegend war, hatte es Eisenhower bei der Belagerung von Aachen als Headquarter genommen.“

Seit 1979 bewohnt die Familie Maro die Villa in Hauset. Rund 40 Jahre lang arbeiten der 62-jährige Sohn und der 93-jährige Vater hier schon zusammen. Ihre Werke veröffentlichen sie unter dem gemeinsamen Pseudonym Antonio Maro. Das Vater-Sohn-Duo ist neben der Malerei auch in den Bereichen Bildhauerei und Musik tätig.

Die Zusammenarbeit beschreibt Vater Apollo wie folgt: „Von Natur aus sind wir gleich, er ist ja mein Sohn. Wir sind immer einverstanden – schon immer gewesen. Deswegen kann ich mich darauf verlassen, wenn er eine Änderung machen will, ist das zu hundert Prozent in meinem Sinne – und wenn ich was mache, ist es auch in seinem Sinne. Deswegen ist diese Koalition wirklich sehr schön.“

Ihre Einrichtung beinhaltet nicht nur ihr Atelier, sondern auch ihre Galerie. Mit ihrem Institut möchten sie ihre Kunst für jeden zugänglich machen. „Interessante und hochkarätige Künstler – das möchte ich teilen. Das war sozusagen der Ausgangspunkt, wo ich gesagt habe, ich mache ein Institut“, erklärt Rafael Ramirez Maro.

Doch die beiden haben auch andere Ziele. „Kunst kann einen so fesseln, dass man einen positiven Einfluss hat über die Kunst. Dafür steht das RMI : das zu vermitteln.“

Wer das Maro-Institut besuchen möchte, hat dazu wieder am 1. August die Gelegenheit. Zwischen 14 und 17 Uhr hat das Institut dann im Rahmen der „Open Art Sundays“ seine Türen geöffnet.

Apolo Ramirez Maro und Rafael Ramirez Maro mit den Teilnehmern des Medienprojekts Media&Me (Bild: Julien Claessen/BRF)

Leon Antoni, Felix Regitz, Till Schreiner und Alexandra Senn (Media&Me)