Auktionshaus präsentiert angebliches Van-Gogh-Gemälde

In Hamburg kommt ein Bild mit der Signatur "Van Gogh" unter den Hammer.

Auberge Ravoux in Auvers-sur-Oise (1993): Hier starb Vincent Van Gogh (Archivbild: Jean-Loup Gautreau/AFP)

Auberge Ravoux in Auvers-sur-Oise (1993): Hier starb Vincent Van Gogh (Archivbild: Jean-Loup Gautreau/AFP)

Das Hamburger Auktionshaus Dechow will ein angeblich von Vincent Van Gogh stammendes Gemälde versteigern. Das Ölbild mit dem Titel „Die Mühle von Wijk“ sollte am Montag potenziellen Käufern vorgestellt werden. Ob das Gemälde allerdings tatsächlich von dem niederländischen Maler stammt, ist nicht ganz so sicher.

Das Amsterdamer Van-Gogh-Museum, dessen Urteil sehr großes Gewicht hat, teilte auf Anfrage der Deutschen Presseagentur mit, dass man das Gemälde untersucht habe und denke, dass das Werk nicht von Vincent Van Gogh gemacht wurde. Das Auktionshaus hat dann auch nochmal Gutachten eingeholt, und die deuten dagegen angeblich darauf hin, dass es tatsächlich von Van Gogh gemalt wurde. Er habe damit ein Motiv des von ihm bewunderten Künstlers Jacob van Ruisdael kopiert. Der hatte „Die Mühle von Wijk bij Duurstede“ um 1670 gemalt.

Auffällig ist auch, dass dieses Bild mit „Van Gogh“ signiert ist – alle anderen Werke des Malers tragen die Signatur „Vincent“. Das Bild soll dann 1904 von einem Leipziger Kaufmann in Paris gekauft worden sein. Er vererbte es dann an seine Enkelin, die es an den derzeitigen Privatbesitzer in Schleswig-Holstein verkauft hat.

Am 1. September ist eine Online-Auktion geplant. Das Mindestgebot beträgt 500.000 Euro.

dpa/lo