„Um zu leben“: Filmprojekt mit jugendlichen Flüchtlingen

An der "Reformpädagogischen Sekundarschule am Dreiländereck" in Aachen können Minderjährige, die ohne Begleitung eines Erwachsenen auf der Flucht sind, die deutsche Sprache lernen und einen Schulabschluss machen. Und nicht nur das: Die Schule startete ein Filmprojekt.

Wissen Sie, was UMF’s sind? Das ist die Abkürzung für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Also junge Menschen, die ohne Begleitung eines Erwachsenen, seien es Eltern, Verwandte oder Bekannte auf der Flucht sind. Einmal in Europa angekommen, stehen sie vor dem Nichts und müssen sich eine Zukunft aufbauen.

Die minderjährigen Flüchtlinge von der Reformpädagogischen Sekundarschule am Dreiländereck haben alle eine lange und gefährliche Reise hinter sich, haben Familie und Heimat zurückgelassen. Sie kommen aus Syrien, Afghanistan, Guinea oder Kamerun.

Ihr Film „Um zu leben“ zeigt ihre Geschichte. Abdulaja zum Beispiel floh aus Guinea. Seine Odyssee führte ihn über Mali und Algerien, nach Spanien. Dort verbrachte er einige Monate in Madrid und Bilbao. Bis ihm ein Unbekannter die Weiterreise nach Deutschland organisierte. Der Film zeigt ein realistisches Bild der Flucht, thematisiert die Sehsüchte und Nöte, die Todesangst, Obdachlosigkeit, Hunger und Durst. Bis zur Festnahme an der belgisch-deutschen Grenze in Lichtenbusch.

Die Filmemacher Miriam Pucitta und Michael Chauvistré haben den Film zusammen mit den Jugendlichen realisiert.

Premiere von „Um zu leben“ ist am Sonntag um 10:45 Uhr im Apollo-Kino in der Pontstraße in Aachen.

Bilder: Happy Ending Films

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