Un barrage contre le Pacifique

Nach einer Vorlage von Marguerite Duras erzählt der Film des kambodschanischen Regisseurs Rithy Panh von einer französischen Familie im Indochina der 20er Jahre.

Isabelle Huppert spielt die kranke Witwe, die darum kämpft, ihre Reisfelder vor den Fluten des Pazifiks zu retten. Gaspard Ulliel („Un long dimanche de fiançailles“) spielt den 20-jährigen Sohn, der dem Farmerdasein zu entfliehen sucht, während die Newcomerin Astrid Berges-Frisbey als 16-jährige Tochter mit einem reichen Chinesen verkuppelt werden soll, um der Familie das Überleben zu sichern.

Die Jugenderinnerungen der Marguerite Duras sind schon 1992 von Jean-Jacques Annaud verfilmt worden. In „L’amant“ ging es auch um ein junges Mädchen und einen älteren Chinesen. Diesmal steht allerdings die Familiengeschichte im Mittelpunkt.

Woran liegt es, dass ich mich für das Schicksal dieser Menschen nicht wirklich erwärmen konnte? Wahrscheinlich daran, dass keine der drei Figuren sympathisch ist. Sympathische Frauen zu spielen ist sowieso nicht Isabelle Hupperts Steckenpferd, und auch diesmal ist sie wieder spröde und launisch, was durchaus auf ihre Filmkinder abfärbt.

Ist das alles bei Duras so angelegt? Vielleicht ist unter meinen Lesern ja ein Duras-Kenner. Wenn ja, dann würde ich mich über eine aufklärende Reaktion freuen. 

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