Away from her

42 Jahre nach ihrem Oscar für "Darling" wurde die britische Schauspielerin Julie Christie in diesem Jahr für ihre Verkörperung einer an Alzheimer erkrankten Frau zum vierten Mal nominiert.

Und auch wenn ein Arzt, der den Film gesehen hat, meinte, er habe noch nie eine so glamouröse Alzheimerpatientin erlebt, muss man der Darstellerin eine gute und zu Herzen gehende Leistung bescheinigen.

Manchmal, jenachdem wie sie den Kopf hält oder welches Wort sie gerade spricht (in der Originalfassung natürlich!), sieht man in dem Gesicht von Julie Christie die junge Frau wieder, die sie in „Dr. Schiwago“ gespielt hat. Bilder von damals und Bilder von heute vermischen sich plötzlich und lassen den Betrachter seine eigene Vergänglichkeit spüren.

Wobei wir wieder beim Thema des Films sind: Abschied nehmen von einem geliebten Menschen, der nicht mehr in der Lage ist, sein Gegenüber zu erkennen.

Dass der Film in Kanada und nicht in Hollywood entstanden ist, führt dazu, dass er uns einige zu erwartende Tränendrückerszenen erspart. Trotzdem sollte man sein Taschentuch nicht zu Hause vergessen!

Filmdetails

Away from her
Kanada, 2006
Regie: Sarah Polley

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