Angels & Demons

Woran liegt es, dass die spannenden Bücher von Dan Brown sich so gar nicht für eine Leinwandumsetzung eignen?

Nach der völlig misslungenen und trotzdem unheimlich erfolgreichen Verfilmung des „Da Vinci Code“ ist „Angels and Demons (Illuminati)“ zwar ein wesentlich besserer Film geworden, aber auch hier sind die Drehbuchautoren an ihre Grenzen gekommen, als es darum ging, die Fülle des Romans zu einer brauchbaren Spielhandlung zusammenzufassen.

Als 1986 „Der Name der Rose“ als Film in die Kinos kam, schimpften die Fans von Umberto Eco, das, was den besonderen Reiz des Romans ausmache, nämlich die vielen historischen Hintergrundinformationen über Ketzer und Sekten, sei im Film überhaupt nicht berücksichtigt worden. Statt dessen waren die Drehbuchautoren eigene Wege gegangen und herausgekommen war ein spannender und unterhaltender Film, der sich auch heute noch sehen lassen kann.

Vielleicht kleben die Verantwortlichen der Dan-Brown-Adaptationen zu sehr an der Vorlage. Oder aber es stellt sich heraus, dass das, was beim Lesen spannend ist, in Bilderform nur bedingt die Nerven kitzelt. Der repetitive Charakter der Handlung (ein Kardinal stirbt um 20.00 Uhr, der nächste um 21.00 Uhr, und so weiter) wirkt ziemlich eintönig und, als der wahre Bösewicht am Ende sein Gesicht zeigt, wirkt vieles von der Handlung im Rückblick sehr unglaubwürdig.

Vielleicht ist aber auch Ron Howard kein Regisseur vom Schlag eines Jean-Jacques Annaud, oder vielleicht kann auch Tom Hanks mit dem, was man ihm hier zu tun gibt, Sean Connery nicht wirklich das Wasser reichen. 

Wie auch immer, Dan Brown sollte man lesen, nicht verfilmen.

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