A Quantum of Solace

Nach seinem vielversprechenden Debut vor zwei Jahren in "Casino Royale" hat Daniel Craig es diesmal schwer, die Zuschauer zu überzeugen. Aber es ist nicht seine Schuld.

Vielmehr die der Drehbuchautoren, die vollkommen vergessen haben, was den Charme eines James-Bond-Films ausmacht. Trüge die Hauptfigur nicht den Namen Bond und tauchte nicht hier und da die köstliche Judi Dench als „M“ auf, so würde keiner merken, dass man es mit einem Bond-Film zu tun hat.

„A Quantum of Solace“ ist ein Agentenfilm, der sich durch nichts von anderen Filmen dieses Genres unterscheidet. Tom Cruise als Ethan Hunt oder Matt Damon als Jason Bourne hätten genauso gut die Hauptrolle spielen können.

Außerdem fanden die Verantwortlichen es toll, den Actionszenen genau dieselbe oscargekrönte Schnitttechnik zu verpassen wie in „The Bourne Ultimatum“. Diese Szenen sind so rasant geschnitten, dass man nie weiß, wo man gerade ist und was gerade passiert. Da könnte man sich die aufwendigen Dreharbeiten an Originalschauplätzen sparen und nur noch Computerbilder zeigen. Der Effekt wäre derselbe.

Es gibt keinen britischen Humor, Bond ist nie ein Gentleman, sondern meistens nur eine schwer ramponierte Kampfmaschine, und der thematische Hintergrund ist auch nicht wirklich originell.

Ein Quäntchen Trost reicht wohl nicht aus, um die enttäuschten Bond-Fans zu besänftigen, oder?

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