Largo Winch

Vom belgischen Comic zum französischen Film: das Leinwanddebüt des geheimnisvollen Erben eines weltweiten Imperiums ist gelungen.

Ich hatte noch nie wirklich etwas von Largo Winch gehört geschweige denn seine Comic-Abenteuer gelesen. Aber der Film hat mir so gut gefallen, dass ich mir zu Weihnachten die ersten drei Bände aus der Feder des belgischen Autorengespanns Jean Van Hamme und Philippe Francq geschenkt habe.

Worum geht es: als der Leiter eines riesigen Finanzkonzerns stirbt, befindet sich sein Aufsichtsrat in heller Aufregung. Die Nachfolgefrage erhält eine überraschende Wende, als ein Adoptivsohn des Magnaten auftaucht. Die Frage ist nur: will der Junior, der nie das beste Verhältnis zu seinem Vater hatte, das Erbe mit all seinen Gefahren und Intrigen wirklich antreten?

Ich weiß noch nicht, wieviel die Drehbuchautoren im Vergleich zur Vorlage geändert haben. Aber als eigenständiger spannender Unterhaltungsfilm funktioniert „Largo Winch“ ganz gut.

Die Titelrolle wird von einem französischen Stand-Up-Comedian namens Tomer Sisley gespielt, der überzeugend den zwischen Blutsbanden und Freiheitsdrang hin- und hergerissenen Helden spielt.

Interessant ist, dass Largo aus dem Balkan stammt. Wann haben Sie das letzte Mal einen Film gesehen, in dem Menschen aus dem ehemaligen Jugoslawien eine positive Identifikationsfigur verkörperten? Auf jeden Fall ist „Largo Winch“ eine willkommene Alternative zu den viel zu glatten Filmhelden made in USA.

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