Che (Part 1) – The Argentine

Die kubanische Revolution kennen wir im Film meistens aus der Sicht der Amerikaner, die Anfang 1959 fluchtartig das Land verlassen mussten (z.B. "Der Pate 2").

Wie Fidel Castro es allerdings geschafft hat, 
Präsident Batista zu vertreiben und an die Macht zu kommen, das erzählt uns jetzt der Film „Che – The Argentine“.

Der argentinische Revolutionär Ernesto Che Guevara, den wir schon als Gael Garcia Bernal aus „Los diarios de motocicleta“ kennen, sieht jetzt aus wie Benicio del Toro und landet mit etwa 80 Mann auf Kuba, um den Staatsstreich vorzubereiten. Fidel ist der große Stratege, der mit seiner Überzeugung viele Menschen, denen er auf dem Marsch nach Havana begegnet, zum Mitmachen anspornt, wodurch er den Coup einer kleinen Handvoll Männer zu einer Volksbewegung ummodelt. Che ist einer seiner wichtigsten Gefolgsmänner und kämpft trotz Asthma und widriger Umstände für das Gelingen des Umsturzes.

Klingt wie eine Geschichtsstunde? Ist auch eine Geschichtsstunde, fast schon wie ein Dokumentarfilm. Sehr lehrreich, aber eher ein mäßiges Kinovergnügen. Benicio del Toro verkörpert einen Che, der irgendwie ganz anders ist als Gael Garcia Bernal im oben erwähnten Motorrad-Film. Ich hätte gern erfahren, wie aus dem zwar schon nachdenklichen, aber doch noch optimistischen Che am Ende seiner Südamerika-Reise 1952 der finstere und unbeugsame Che der kubanischen Revolution (dieser Film beginnt 1956) geworden ist.

Mal sehen, ob wir in Steven Soderberghs zweitem Che-Film mehr über den weltweit immer noch vergötterten Revolutionär erfahren werden. Aber, ehrlich gesagt, habe ich nicht viel Lust, mir die Fortsetzung anzusehen.

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