Je l’aimais

In der Verfilmung des Bestsellers von Anna Gavalda spielt Daniel Auteuil einen Mann, der aus Sicherheits- und Bequemlichkeitsgründen die Liebe seines Lebens verliert

Als er versucht, seiner Schwiegertochter zu helfen, die sein Sohn gerade verlassen hat, erzählt er ihr, wie er sich weit über 40 Hals über Kopf in eine Arbeitskollegin verliebt hat, jedoch nicht den Mut gehabt hat, Frau und Kinder zu verlassen, um seiner Liebe eine Chance zu geben. So bleibt es bei einer unbefriedigenden Affäre von ein paar Jahren, die irgendwann ausläuft.

Eine ganz banale Liebesgeschichte, und trotzdem gelingt es dem Film, nach einer eher zähen Anlaufphase das Publikum zu fesseln. Daniel Auteuil ist einmal mehr großartig, wie er in seiner typisch männlichen Feigheit gefangen ist und lieber alles verdrängt als Nägel mit Köpfen zu machen. Die Franko-Kanadierin Marie-Josée Croze („Les invasions barbares“, „Ne le dis à personne“, „Le scaphandre et le papillon“) spielt die betörende und doch unglückliche Geliebte und die Regie liegt in den Händen von Zabou Breitman, die bereits die Filme „Se souvenir des belles choses“ und „L’homme de sa vie“ gedreht hat.

Freunde von gut inszenierten Melodramen sind hier an der richtigen Adresse.

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