The Changeling (L’échange)

Unter der Regie von Clint Eastwood steuert Angelina Jolie in einem packenden Sozialdrama auf ihre zweite Oscarnominierung zu.

Sie spielt eine alleinerziehende Mutter Ende der 20er Jahre, deren kleiner Sohn plötzlich verschwindet. Sechs Monate später glaubt die Polizei von L.A., das Kind gefunden zu haben. Doch die Mutter erkennt in dem Jungen ihren Sohn nicht wieder.

Das ist der Ausgangspunkt für ein deprimierendes Porträt der Schattenseiten einer ansonsten auf Glamour angelegten Gesellschaft. Wie Jolie sich als „Mutter Courage“ mit der Obrigkeit anlegt, ist bewundernswert, wobei Clint Eastwood, wie es seine Art ist, nicht auf die Tränendrüsen drückt, sondern die Fakten dieses auf einer wahren Begebenheit beruhenden Falles für sich selbst sprechen lässt.

Leider kann man ihm den Vorwurf einer gewissen Schwarz-Weiß-Malerei nicht immer ersparen, aber ansonsten ist ihm ein eindrucksvoller und unter die Haut gehender Film gelungen.

Wenn man weiß, wie sehr sich Angelina Jolie für Kinder einsetzt, kann man verstehen, was sie an diesem Drehbuch fasziniert hat. Letztes Jahr ist sie mit ihrer Darstellung der Frau eines entführten Journalisten in „A Mighty Heart“ ganz knapp an einer Oscarnominierung vorbeigeschrappt, diesmal dürfte sie bestimmt in den Kreis der letzten fünf aufgenommen werden.

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