Soeur Sourire

Eine der besseren Filmbiografien in den belgischen Kinos ist zur Zeit dem Schicksal der berühmten singenden Nonne "Soeur Sourire" gewidmet.

Cécile de France, 1975 in Namur geboren und bekannt aus Filmen wie „L’auberge espagnole“, „Fauteuils d’orchestre“ und „Un secret“, spielt die junge Frau, die Nonne wird, um von zu Hause wegzukommen und genau wie Audrey Hepburn in dem Film „Geschichte einer Nonne“ als Missionarin nach Afrika gehen zu können.

Doch die disziplinarischen Anforderungen der Dominikanerinnen sind nichts für die temperamentvolle und aufbrausende Jeannine Deckers, der das Wort Demut ziemlich fremd ist. Bevor sie mit Pauken und Trompeten aus dem Kloster fliegt, schreibt sie ein kleines Lied, das um die Welt gehen wird: „Dominique“. Ihre Vorgesetzten wittern die Chance auf einen Goldregen und fördern das Unternehmen halbherzig. Die Tragödie nimmt ihren Lauf.

Wie bei vielen One-Hit-Wonders, also Künstlern, die nur einen Hit haben und dann wieder in der Versenkung verschwinden, ist die Geschichte danach nicht sehr glorreich. Da auch die Anfänge schwierig waren, hat der Film eigentlich nicht viel Angenehmes zu erzählen. Es ist der kämpferischen Interpretation von Cécile de France zu verdanken, dass der Zuschauer über dem ganzen Elend das Interesse an der Figur „Soeur Sourire“ nicht verliert.

Wer hinter die Kulissen dieser „Erfolgsstory“ blicken möchte, der sollte sich den Film anschauen. Schließlich ist es nicht alle Tage der Fall, dass Belgien einen Weltstar hervorbringt, wenn auch nur für fünf Minuten.

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