The Young Victoria

Als Königin Victoria 1838 den englischen Thron besteigt, ist sie 19 Jahre alt und unverheiratet. Ganz Europa sucht einen Gatten für sie ...

Der Auswerwählte wird letztendlich ihr Vetter, Prinz Albert von Sachsen-Coburg-Gotha. Und diese Verbindung gilt als eine der harmonischsten in der Geschichte der europäischen Königshäuser.

In dem Film „Mrs. Brown“ spielt Judi Dench die Königin Victoria in der Zeit nach dem Tode ihres Ehemannes, als sie sich von all ihren Pfichten zurückzieht, um sich ganz ihrer Trauer hinzugeben. Jetzt erleben wir den Anfang dieser Love-Story, der 1954 schon einmal mit Romy Schneider in „Mädchenjahre einer Königin“ verfilmt worden ist. 

„The Young Victoria“ erzählt, wie die viel zu junge Herrscherin ihr Metier erlernen muss und auf Druck ihrer Umgebung einen Platz sowohl in ihrem Herzen als auch in ihrem Palast für einen Mann an ihrer Seite finden muss. Dass sie dabei einen Glücksgriff getan hat, erschließt sich ihr erst nach und nach.

Der mit einem Oscar für sein Drehbuch zu Robert Altmans „Gosford Park“ ausgezeichnete Julian Fellowes hat die abgedroschene Geschichte zwar nicht revolutioniert, ihr aber genügend Humor und Herzenswärme eingeimpft, um sie auch für heutige Kinogänger interessant zu machen.

Regisseur Jean-Marc Vallée aus Québec („C.R.A.Z.Y.“) hat sein Gespür für Familiengeschichten ins 19. Jahrhundert hinüberretten können, und die Hauptdarsteller Emily Blunt („Der Teufel trägt Prada“, „Sunshine Cleaning“) und Rupert Friend („Chéri“ mit Michelle Pfeiffer) schaffen es, dass selbst der zynischste Zuschauer wieder ein bisschen an die Kraft der Liebe in einer garstigen Umwelt glauben mag.

Wenn Sie also von den Royals träumen und zwei romantische Stunden im Kino verbringen wollen, dann sind Sie bei diesem sich wohltuend vom Durchschnitt abhebenden Film an der richtigen Adresse.

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