The Reader (Der Vorleser)

Nach dem Erfolgsroman von Bernhard Schlink erzählt dieser Film eine ungewöhnliche Liebesgeschichte im Nachkriegs-Deutschland.

Michael ist 15 und lernt durch Zufall die 36-jährige Straßenbahnschaffnerin Hannah Schmitz kennen, mit der er eine heiße Affäre beginnt. Neben dem Sex scheint sie es besonders gern zu haben, wenn er ihr aus Büchern vorliest. Eines Tages verschwindet sie ohne Vorwarnung und lässt den Jungen verstört zurück. Jahre später kreuzen sich ihre Lebenswege erneut …

Ich möchte nicht zu viel verraten, aber aus Presseberichten werden Sie bestimmt schon wissen, dass es bei dieser Geschichte auch um den Holocaust und das Thema Vergangenheitsbewältigung geht.

„The Reader“ ist ein sehr schöner Film, der zwar traurig und nachdenklich macht, aber auf eine Art und Weise, wie sie früher in den klassischen Hollywood-Filmen üblich war, als es das Motto gab: nirgends lässt es sich so schön weinen wie im Kino.

Die Mitglieder der Oscar-Academy sind vor allem von den jungen Batman-Anhängern scharf angegriffen worden, dass sie diesen Film hier ihrem dunklen Ritter vorgezogen haben. Doch ich kann verstehen, dass ihnen dieser etwas altmodische Film mit einer geradlinigen Geschichte (das Batman-Drehbuch war doch etwas sehr chaotisch) und guten Schauspielern besser gefallen hat.

„The Reader“ ist aus dem Stoff, aus dem Klassiker entstehen. Kate Winslet und der junge David Kross sind sehr überzeugend, doch hat mich vor allem der ältere Michael (Ralph Fiennes) berührt. Keiner kann wie er das ganze Leid der Welt auf seinen Schultern tragen und so traurig in die Kamera schauen.

Zücken Sie Ihre Taschentücher und nichts wie hin!

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