Micmacs à tire-larigots

Jean-Pierre Jeunet, der "Vater" von Amélie Poulain, hat ein neues Märchen in die Kinos gebracht.

Diesmal erzählt er mit „Ch’tis“-Superstar Dany Boon in der Hauptrolle die Geschichte eines Mannes, der aus persönlichen Gründen einen Rachefeldzug gegen zwei Vertreter der Waffenindustrie plant. Unterstützt wird er von  einer Riege kurioser Gestalten u.a. verkörpert von Yolande Moreau, Dominique Pinon und Jean-Pierre Marielle.

Wie in seinen beiden letzten Filmen „Amélie Poulain“ und „Un long dimanche de fiançailles“ präsentiert Jeunet wieder eine originelle Sammlung von schrägen Typen, Situationen, Dialogen und Bildern, die inzwischen sein Markenzeichen geworden sind. Da er aber diesmal auf die emotionale Komponente verzichtet hat und der Film daher nur halb so schön ist, läuft er Gefahr, bald in einer Sackgasse zu landen. Das Skurrile allein hält den Zuschauer nicht unbedingt bei der Stange und so mancher wird sagen: fällt dem Herrn Jeunet denn nichts Neues mehr ein?

Trotzdem ist der Film mit dem urigen Titel unterhaltsam und er verfügt noch über genügend amüsante Ideen. Aber beim nächsten Mal sollte Jeunet doch einen Richtungswechsel vornehmen.

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