The Wrestler

Die Geschichte eines in die Jahre gekommenen Show-Ringers katapultiert Mickey Rourke zurück ins Scheinwerferlicht.

In den 80er Jahren war Mickey Rourke ein begabter vielversprechender Jungschauspieler, der sich mit Filmen wie „Das Jahr des Drachen“, „Angel Heart“ oder „Barfly“ vor allem in Europa großer Beliebtheit erfreute. Mit dem pseudo-erotischen Kassenerfolg „9 1/2 Wochen“ erlangte er an der Seite von Kim Basinger sogar so etwas wie Kultstatus. 

Der Abstieg

Doch in seinen Interviews klang damals durch, dass er sich nicht wirklich an seinem Platz fühlte und die Kino-Industrie eigentlich verachtete. Es folgte ein langer Abstieg und er verschwand nach und nach aus der Kinoberichterstattung, um mit maroden Boxkämpfen und müden Sex-Skandalen nur noch in der Regenbogenpresse zu landen.

Das Comeback

Jetzt ist Mickey wieder da. Nicht nur geliftet, sondern auch geläutert präsentiert er sich in der Öffentlichkeit, um die Lorbeeren für seine Leistung in dem Film „The Wrestler“ zu ernten. Er gilt sogar als einer der beiden Favoriten für den männlichen Hauptrollen-Oscar.

Der Film

In „The Wrestler“ spielt er einen Show-Ringer, der seinen Job nach einer Herzattacke eigentlich an den Nagel hängen müsste. Doch da er nichts anderes in seinem Leben kennt, fällt ihm diese Entscheidung schwer. Seine Tochter, die er jahrelang ignoriert hat, will nichts von ihm wissen, und seine Gefühle für eine Stripperin (eine großartige Marisa Tomei) werden nicht wirklich erwidert. Was soll er machen?

Waren seine früheren Darbietungen oft mit einem gewissen Zorn unterlegt, so überrascht der „neue“ Mickey Rourke mit einer humorvollen bis resignierten Gelassenheit, die seiner Figur viel Menschlichkeit verleiht. Sein schauspielerisches Talent scheint die Jahre in der Versenkung unbeschadet überstanden zu haben.

Und da das Drehbuch auch gut funktioniert, ist aus dem Film „The Wrestler“ von Darren Aronofsky („Pi“, „Requiem for a Dream“) ein sehenswerter und unterhaltender Film geworden.

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