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Hope Springs - Wie beim ersten Mal

29.09.201213:59
  • Filmkritik
Meryl Streep
Meryl Streep

Der erste Film, in dem Meryl Streep nach ihrem dritten Oscar zu sehen ist, erzählt von einem älteren Ehepaar, das einen Eheberater aufsucht.

Ihr Partner ist Tommy Lee Jones ("Auf der Flucht"). Den Psychologen spielt Steve Carell ("Crazy, Stupid, Love" oder "Little Miss Sunshine").

"Hope Springs" ist die leise Bestandsaufnahme einer festgefahrenen Ehe. Nicht wirklich eine Komödie, aber auch nicht wirklich ein Drama, wirkt der Film eher wie die genaue Dokumentation der verschiedenen Schritte, die zwei Zusammenlebende gehen müssen, wenn sie wieder etwas Leben in ihre Beziehung bringen wollen.

Die Amerikaner halten ja viel von psychologischer Betreuung und so wundert es nicht, dass der Film stellenweise wie ein Werbestreifen für die Zunft der Eheberater daherkommt. Natürlich gibt es viele Stolpersteine und Rückschläge, aber das Happy-End ist vorprogrammiert.

Die Frage ist, ob eine Aneinanderreihung von vielen Szenen, in denen die Ehepartner gemeinsam oder getrennt mit ihrem Berater reden, das Material für einen Film hergibt oder man nicht viel eher ein Hörspiel daraus hätte machen sollen.

Streep und Jones versuchen, aus der Handlung herauszuquetschen, was sie können, aber trotzdem wirken sie oft, als ob Regisseur David Frankel ("Der Teufel trägt Prada", "Marley und ich") sie mit ihren Bemühungen, Emotionen auf ihr Gesicht zu zaubern, ziemlich allein gelassen hätte. "Hope Springs" ist nicht wirklich langweilig, aber am Ende hat man das Gefühl, dass der Geschichte eine weniger banale und etwas bissigere Behandlung durchaus gut getan hätte.

Frank Vandenrath - Bild: Rich Schmitt (epa)

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