In Brüssel sind am Samstagabend die Filmpreise für französischsprachige belgische Produktionen verliehen worden. Statt der bisherigen "Magritte" wurden bei der 15. Auflage erstmals "René" in den verschiedenen Kategorien zuerkannt.
Die Stiftung René Magritte hatte die Zusammenarbeit mit der Akademie André Delvaux, die die Preisverleihung organisiert, letztes Jahr beendet. Begründet wurde dies damit, dass die Veranstaltung zu politisiert gewesen sei.
Großer Gewinner der ersten René-Verleihung ist der Film "On vous croit" von Charlotte Devillers und Arnaud Dufeys. Er erzählt den Rechtsstreit einer Mutter, die ihre beiden Kinder vor ihrem Vater schützen will. "On vous croit" erhielt acht René u.a. als bester Film, für die beste Regie, die beste Darstellerin (Myriem Akheddiou) und den besten Nebendarsteller (Laurent Capelluto) sowie den Preis des Publikums.
Mit vier René ausgezeichnet wurde der Film "Reflet dans un diamant mort" von Hélène Cattet und Bruno Forzani. "Jeunes Mères" der Brüder Dardenne und "L'Intérêt d'Adam" von Laura Wandel gingen leer aus.
belga/mh