Wald und Wiesen: Naturfilmtage 2022 im Kino Scala in Büllingen

Vogelgezwitscher, Blumenwiesen, ein dichter Wald - das und noch viel mehr möchte das Kino Scala in Büllingen ab Samstag bei den Naturfilmtagen zeigen.

Neuer Standort für den Waldkindergarten 'NaWaKi' in Hergenrath (Bild: Thierry Cornely/BRF)

Illustrationsbild: Thierry Cornely/BRF

Es ist nicht das erste Mal, dass Geschäftsführer Rainer Stoffels und das Kino Scala in Büllingen eine Filmreihe organisieren. Dieses Mal lautet das Motto „Natur“. Rainer Stoffels hat diese Reihe bewusst gewählt. Die Idee dahinter „ist durch den Kontext entstanden, in dem wir uns heute befinden. Wir leben in einer krisen-durchrüttelten Welt. Unser Team will zeigen, wie wichtig die Natur und der Erhalt sind. Auch wie wichtig nachhaltiges Bewirtschaften von Wäldern und Wiesen und der Erhalt der Fauna sind. Und für die Menschen selbst, die Natur, die als Quelle, als Regeneration und der Entspannung dient.“

Den Auftakt der Filmtage macht „Die Wiese – ein Paradies nebenan“. Hier tummeln sich verschiedene Arten von Vögeln, Insekten und anderen Tieren.

Höhepunkt der Filmreihe ist am Samstagabend „Der Waldmacher“. „Er geht am liebsten zu Fuß. Tony Rinaudo der australische Agronom, der 2018 den sogenannte alternativen Nobelpreis erhielt. Es hieß, er lasse ganze Wälder wachsen, ohne einen einzigen Baum zu pflanzen. Dadurch wurde ich auf ihn aufmerksam und ich wollte mehr von seiner Arbeit wissen.“ Oscar-Gewinner Volker Schlöndorff widmet seinen ersten Dokumentarfilm dem Lebenswerk von Tony Rinaudo. Er will die Ausbreitung der Wüste in Niger aufhalten. Die Rodung hat das Land ausgelaugt und selbst seine gepflanzten Sprösslinge gehen fast alle ein. Bis er bemerkt, dass unter dem toten Boden ein gewaltiges Wurzelnetzwerk liegt.

Ein anderer Film heißt „Der Wilde Wald“. Er zeigt das größte geschützte Naturgebiet Europas im bayrischen Wald. Weil Menschen sich nicht in das Naturgebiet des Waldes einmischen dürfen, wächst dort ein Urwald mit einem einzigartigen Ökosystem.

Sonntagsprogramm

Der Sonntag startet mit „Tagebuch einer Biene“. Mit einer neuen Makrokameratechnik ist es möglich, den Bienen noch näher zu kommen, um sie bei ihren Abenteuern zu begleiten – vom Schlüpfen bis zum letzten Flügelschlag.

2015 veröffentliche der Förster Peter Wohlleben das Buch „Das geheime Leben der Bäume.“ Mit seinem Werk ist er seit Veröffentlichung fast ununterbrochen in der Bestsellerliste. Vor zwei Jahren wurde es verfilmt. Atemberaubende Bilder zeigen, wie Bäume miteinander kommunizieren und sich gegenseitig schützen. Dabei geht die Reise nach Kanada – zum ältesten Baum der Welt. „Er wirft einen sehr interessanten Blick auf den Wald. Der Film ist sehr zu empfehlen“, so Rainer Stoffels.

Die Naturfilmtage im Kino Scala in Büllingen laufen vom 23. bis zum 27. April.

mitt/al/sp